Umfrage

Vorsichtskasse der Fondsmanager erreicht 15-Jahres-Rekord

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Obwohl Anleihen und Cash-Positionen derzeit so niedrig verzinst werden wie noch nie, halten sich die internationalen Profianleger mit Aktien-Investments zurück. Das geht aus der aktuellen Umfrage der Bank of America (BofA) Merrill Lynch hervor, an der 213 Fondsmanager teilnahmen, die ein Gesamtvermögen von 654 Milliarden US-Dollar verwalten.

„Die globalen Vermögensverwalter halten aktuell die höchsten Cash-Bestände seit November 2001, während die Aktienpositionen auf ein Vier-Jahrestief gefallen sind“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters aus der Studie der BofA Merrill Lynch. Demnach halten die Befragten derzeit 5,7 Prozent ihrer Portfolios in Cash, was einem Anstieg um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat entspricht.

Fondsmanager bauen Aktien-Übergewichtung ab

Während vor einem Jahr noch die große Mehrheit der professionellen Investoren Aktien gegenüber allen Investment-Alternativen bevorzugten, sind aktuell etwa gleich viele Manager in Aktien übergewichtet wie in anderen Anlageklassen. Das heißt, sie bevorzugen derzeit Anleihen, Cash, Rohstoffe oder Immobilien. Der Anteil der Aktien-Übergewichtungen fiel im allein im vorigen Monat von 6 auf 1 Prozent (siehe Chart).

Von dieser Zurückhaltung gegenüber Aktien profitieren die Renten-Investments: Anleihen werden aktuell nur noch von 34 Prozent der Befragten untergewichtet. Im Mai waren es dagegen noch 41 Prozent. Damit sind Renten-Investments derzeit so beliebt wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Das überrascht angesichts der jüngsten Negativrenditen bei zehnjährigen deutschen Staatsanleihen, die ein Schlaglicht auf die schwierige Marktlage wirft. 

Die aktuelle Risikoaversion der Fondsmanager wird in dem folgenden Chart aus der aktuellen Studie deutlich:




Sorge um Brexit und Geldschwemme dominieren

Als Hauptursache für ihre vorsichtigere Asset Allocation nannten 30 Prozent der Befragten die Angst vor einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union nach dem so genannten Brexit-Referendum am kommenden Donnerstag. Die zweitgrößte Sorge der Manager ist demnach die Befürchtung, dass die lockere Geldpolitik vieler Zentralbanken ihr Ziel der Konjunkturstimulierung verfehlt (18 Prozent).

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