Umfrage: Was Anleger von Aktien halten

Aktien erfahren bei Privatanlegern die größte Ablehnung unter allen Assetklassen. Mehr als jeder dritte Anleger (38 Prozent) will sie künftig weniger als bisher zur Geldanlage nutzen. Lediglich 14 Prozent der privaten Anleger planen in Zukunft eine Erhöhung ihrer Aktienquote. Ganz anders das Bild bei den institutionellen Anlegern: Hier planen lediglich 16 Prozent künftig eine Verringerung der Aktienquote, während 40 Prozent aufstocken wollen.

Privatanleger setzen weiterhin auf Fest-, Tages- und Termingeld

Das ist ein Ergebnis einer Umfrage der Deutsche WertpapierService Bank (dwp Bank). Demnach bevorzugen deutsche Privatanlegern in erster Linie Festgeld, Tages- und Termingeld. 32 Prozent der Befragten wollen diese Anlageform künftig noch mehr als bisher nutzen. 19 Prozent der institutionellen Anleger wollen in diesem Bereich künftig mehr Mittel als bisher investieren.

Immobilieninvestments dagegen sind gleichermaßen beliebt bei privaten und professionellen Anlegern. 25 Prozent der Privatanleger und 22 Prozent der Institutionellen wollen künftig mehr als bisher in Immobilien investieren.

Die Nachfrage nach Rohstoffen und Edelmetallen dürfte bei Privatanlegern hingegen in Zukunft wohl schwächer werden. 21 Prozent wollen sie weniger als bisher zur Geldanlage nutzen und nur 16 Prozent mehr. Umgekehrt das Bild wiederum bei Institutionellen: 28 Prozent der Befragten wollen ihre Investmentquote in dem Bereich künftig ausbauen und nur 17 Prozent wollen weniger als bisher in Rohstoffe und Edelmetalle investieren.

Institutionelle Anleger überwiegend zufrieden mit ihren Geldanlagen

Ebenfalls befragt wurden die Anleger, wie zufrieden sie aktuell mit der Entwicklung ihrer Wertpapieranlagen sind. In der aktuell turbulenten Phase an den Finanzmärkten sind 24 Prozent der Privatanleger zufrieden oder sehr zufrieden und 42 Prozent unzufrieden oder sehr unzufrieden mit der Entwicklung ihrer Anlagen. Bei den Profis hingegen überwiegt die Zufriedenheit mit 38 Prozent, während nur 29 Prozent unzufrieden mit der Gesamtentwicklung ihrer Investments sind.

Hintergrund: Im Auftrag der dwpbank hat das Meinungsforschungsinstitut forsa im August und September dieses Jahres 1.026 deutsche Anleger befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für alle deutschen Privatanleger. Zusätzlich wurden die Einschätzungen von 238 institutionellen Investoren durch die sentix GmbH eingeholt.

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