Anteile der Antworten auf die Frage: Wie komplex empfinden Sie die folgenden Themen persönlich? | © Aon

Umfrage zum Thema Rente

Arbeitnehmer suchen Orientierung im Altersvorsorge-Dschungel

Knapp zwei von drei Arbeitnehmern in Deutschland empfinden die gesetzliche Rente, die betriebliche Altersversorgung (bAV) und die private Altersvorsorge als zu komplex. Das zeigt eine Studie des globalen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon, für die im Mai bis Juni dieses Jahres rund 2.000 Menschen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren zu ihrem finanziellen Wohlbefinden befragt wurden. 

Am wenigsten Durchblick haben die Befragten demnach bei der gesetzlichen Rente: Rund zwei Drittel der Teilnehmer bezeichnen sie als komplex oder sehr komplex. Letzteres sagt sogar knapp jeder vierte Arbeitnehmer. Ähnlich schlecht informiert fühlt sich jeweils knapp ein Fünftel über die Themen Privatvorsorge oder bAV. Als komplex bezeichnen etwa 42 der Teilnehmer alle drei Schichten der Altersvorsorge.

Orientierung im Dschungel gesucht 

Fred Marchlewski, Aon

Orientierung im Dschungel komplexer Finanzthemen suchen der Umfrage zufolge vor allem Jüngere: 71,8 Prozent der Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 29 Jahren erwarten daher von ihrem Arbeitgeber Hilfe mehr Unterstützung. Zum Vergleich: In der Altersgruppe zwischen 29 und 39 Jahren sind es 65,4 Prozent. Mit steigendem Einkommen nehme dieser Wunsch tendenziell zu, berichten die Studienautoren.

„Arbeitgeber können ihre Mitarbeiter auf ganz unterschiedliche Weise bei ihrer finanziellen Absicherung unterstützen“, erklärt Aon-Geschäftsführer Fred Marchlewski. „Es beginnt mit der aktiven Information und Kommunikation rund um die Altersversorgung. Gezielte Entscheidungshilfen und arbeitgeberfinanzierte Programme können darüber hinaus maßgeblich zum finanziellen Wohlbefinden beitragen.“

Besonders gefragt ist der Umfrage zufolge Unterstützung in Sachen Rente und Altersversorgung. Für drei Viertel der Befragten steht dieses Thema an oberster Stelle. Erst mit einigem Abstand folgt die Absicherung der Risiken Berufsunfähigkeit, Unfall und Tod. Arbeitgeber könnten laut Marchlewski also punkten, indem sie ihren Mitarbeitern entsprechende Informationsangebote unterbreiten.

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