Vor diesem Hintergrund stehen die Chancen gut, dass sich die realwirtschaftlichen Daten in den kommenden Wochen und Monaten weltweit verbessern. Aufschluss darüber können in der laufenden Woche die folgenden Veröffentlichungen geben: US-Wohnungsbaugenehmigungen und -beginne (Dienstag), US-Industrieproduktion (Dienstag) und Verkäufe bestehender Häuser in den USA (Freitag). Darüber hinaus ist es wichtig, dass die jüngsten Umfragen zu folgenden Indizes weiterhin Optimismus zeigen: US-Philadelphia-Fed-Index (Donnerstag), Euro-Verbrauchervertrauen (Donnerstag) sowie Einkaufsmanagerindizes (Freitag).

Verbesserter Weltwirtschaftsausblick des IWF

Tatsächlich sieht die Lage ganz gut aus, nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden Jahr leicht angehoben hat. Im Rahmen seines Weltwirtschaftsausblicks erwartet der IWF für 2017 nun einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,5 Prozent. Zum Vergleich: In dem im Januar bekanntgegebenen Update des Weltwirtschaftsausblicks vom Oktober 2016 hatte der IWF 3,4 Prozent Wachstum vorausgesagt. Für 2018 prognostiziert der IWF weiterhin 3,6 Prozent Wachstum. Im Jahr 2016 war die Weltwirtschaft um nur 3,1 Prozent gewachsen.

"Die für 2017 und 2018 erwartete Verstärkung des Wachstums ist relativ breit angelegt. In einigen Industrieländern bleibt sie allerdings verhalten, und Rohstoffexporteure haben weiter zu kämpfen", urteilt der IWF in seinem Bericht.

Für Deutschland kalkuliert der IWF für 2017 und 2018 Wachstumsraten von 1,6 (zuvor: 1,5) Prozent und 1,5 (zuvor 1,5) Prozent. Auch die Wachstumsprognosen für Frankreich und Italien in 2017 wurden um jeweils 0,1 Punkt angehoben – auf 1,4 (2,3) und 0,8 (0,7) Prozent. Die Voraussagen für 2018 bleiben unverändert bei 1,6 und 0,8 Prozent.