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Vorbereitungen für eine internationale Konferenz zur Neuen Seidenstraße: Der Schutz der Umwelt gewinnt auch in China beträchtlich an Bedeutung.  | © Getty Images

Umweltschutz als Regierungsziel China auf grünem Pfad

Vor gut zwei Jahren schickte die Regierung in Peking eine für die westliche Welt folgenschwere Mitteilung an die Welthandelsorganisation (WTO). China wolle nicht länger Recycling-Hof und Müllkippe der Industrieländer sein, hieß es darin. China kündigte an, ab Anfang 2018 Plastikmüll und zahlreiche andere Abfallstoffe nicht mehr zu importieren. Grund: Der in China eintreffende Recycling-Müll sei zu verdreckt und enthalte oft gefährliche Stoffe, Chinas Umwelt werde stark verschmutzt. Eine saubere Umwelt und die Gesundheit der Menschen würden diesen Schritt erfordern, so die chinesische Regierung.

Lange schien es, dass in China nur das Wachstum der Wirtschaft zählt – koste es, was es wolle. Das scheint sich geändert zu haben. Der Schutz der Umwelt gewinnt an Bedeutung. Das zeigt nicht nur der Plastikmüll-Stopp. Bereits der 12. Fünf-Jahres-Plan von 2011 bis 2015 sah eine Reduktion der Energieintensität vor. Diese Kennziffer setzt den Energieverbrauch in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Laut einer Analyse von Fidelity-Investmentexperten wird im aktuellen 13. Fünf-Jahres-Plan, der im Frühjahr 2016 verabschiedet wurde, ökologischen und sozialen Zielen erstmals eine höhere Dringlichkeit zugewiesen.

So wolle China bis zum Jahr 2020 Wohlfahrtsunterschiede ausgleichen, die Qualität der Umwelt und des Ökosystems insgesamt verbessern, aber auch sich der internationalen Zusammenarbeit öffnen und lernen, die Früchte des Wirtschaftswachstums zu teilen.

2015 hat China in Paris das Klimaabkommen der Vereinten Nationen unterzeichnet, und nach Ansicht der Fidelity-Experten nimmt das Land diese Verpflichtung ernst. Um die vereinbarten Ziele zu erreichen, will China seine CO2-Emissionen je BIP-Einheit bis 2020 um 18 Prozent gegenüber dem 2015er-Niveau senken und die Energieintensität im gleichen Zeitraum um 15 Prozent. „Neben Innovationen zählt die grüne Entwicklung zu den zentralen Punkten auf Chinas Agenda“, fasst Fidelity zusammen.

Rasantes Wachstum hinterlässt unliebsame Spuren

Das ökologische Interesse im Reich der Mitte kommt nicht von ungefähr. Das rasante industrielle Wachstum hat seine Spuren hinterlassen. Die Bilder von smogverseuchten Metropolen gingen um die Welt. Aber nicht nur die starke Luftverschmutzung sorgt für Unmut in der Bevölkerung. „Einige der wohlhabendsten und bevölkerungsreichsten Gegenden, etwa Städte wie Peking und Tianjin, sehen sich enormen Risiken gegenüber, wenn es um eines der grundlegendsten Bedürfnisse geht: den Zugang zu sauberem Wasser“, heißt es von Fidelity.

Mit dem 13. Fünf-Jahres-Plan soll die Wirtschaft von ihrem alten Wachstumsmodell auf einen nachhaltigeren Weg gebracht werden. Die Fidelity-Analysten vor Ort sehen bereits erste Veränderungen. Dazu zählen sie zum Beispiel die Öffnung des Finanzmarkts, neue Umweltschutzmaßnahmen, ein fortschreitendes Ausmerzen der Armut, Kampagnen zur Kontrolle von Korruption und Unterschlagung, neue Regeln für die Unternehmensführung zum Schutz der Aktionäre sowie die rasante Entwicklung des Green-Bond-Markts mit Betonung auf ESG-Risiken und nachhaltigen Investments.

Auch ausländische Umwelt-Firmen positionieren sich in China

Auch bei Chinas internationalem Mega-Projekt „Belt-and-Road-Initiative (BRI)“, ebenfalls bekannt als Neue Seidenstraße, soll die Umwelt nicht zu kurz kommen. „Präsident Xi Jinping hat kürzlich betont, dass die Initiative grün und nachhaltig sein muss“, sagt Gary Monaghan, Investment Director bei Fidelity International. Tatsächlich gebe es bereits einige BRI-Projekte, die eine starke Verbindung zu ESG-Faktoren aufweisen. Zum Beispiel Biokraftstoffanlagen in Indonesien und Papua-Neuguinea oder eine Anlage in Myanmar, die Abfall zu Energie verwertet. Ebenso wurden ein Krankenhaus in Vietnam und Studentenwohnungen in Südafrika im Rahmen der Initiative gebaut. Monaghan gibt aber dennoch zu bedenken: „Auch wenn es hochrangige Unterstützung für eine nachhaltige BRI gibt, müssen wir uns dennoch bewusst sein, dass viele der Projekte mit Schwerindustrie und Infrastruktur zusammenhängen, die üblicherweise nicht als besonders umweltfreundlich gelten.”

Die Chinesen bauen im ökologischen Bereich ihr eigenes Wissen auf. Es ist aber auch eine Reihe von ausländischen Firmen im Markt unterwegs. Zum Beispiel haben die französischen Umweltdienstleister Suez und Veolia sowie der US-Wasserexperte Xylem Joint Ventures mit chinesischen Firmen gegründet. Auch Asset Manager und Investoren können Chinas grünen Kurs fördern – vor allem über aktives Engagement. So ist Fidelity mit einer Reihe von Firmen, in die der Asset Manager investiert ist, im Gespräch über ESG-Risiken in ihren jeweiligen Wertschöpfungsketten. Wasserreinhaltung und Maßnahmen der Landgewinnung sind beispielsweise wichtige Themen.

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