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Friedlicher Protest von Klimaaktivisten am Rande der UN-Konferenz COP25 in Madrid: Auch Anleger können sich für stärkeren Klimaschutz einsetzen.  | © Getty Images

UN-Klimakonferenz

„Regierungen und Anleger müssen handeln“

Der Schutz der Weltmeere ist das Hauptthema der 25. Konferenz der Vereinten Nationen zum Klimawandel (COP25), die noch bis zum 13. Dezember 2019 in Madrid stattfindet. Ein Anstieg des Meeresspiegels ist eine bedeutende Folge globaler Erwärmung im Zuge schmelzender Polkappen. Gleichzeitig bedrohen ein Temperaturanstieg im Ozean und zunehmende Verschmutzung das Meeresleben.

Wie jüngste Berichte zeigen, erreicht die Welt nirgendwo auch nur annähernd die beim Klimaabkommen von Paris (COP21) vor vier Jahren vereinbarten Hauptziele. Das Abkommen strebt eine Begrenzung der globalen Erwärmung bis zum Jahr 2100 auf maximal 2 °C gegenüber vorindustriellen Niveaus an. Im Idealfall sollte der Temperaturanstieg auf weniger schädliche 1,5 °C begrenzt werden.

Die Hauptaufgabe liegt auf Seiten der Regierungen, wenn es darum geht, dass sich die Länder auf CO2-neutrales Wirtschaften zubewegen. Gleichzeitig spielen Anleger ebenfalls eine wichtige Rolle bei anzustrebenden globalen Bemühungen zur Begrenzung des Temperaturanstiegs.

Konkrete Verpflichtungen

Wir brauchen mehr konkrete und kurzfristige Verpflichtungen beim Kampf gegen die globale Erwärmung, da wir bei der Einhaltung der Ziele des Abkommens von Paris eindeutig nicht im Plan liegen. Die an der UN-Klimakonferenz teilnehmenden Länder müssen eine Führungsrolle übernehmen, um den immer dringlicheren Übergang zu einer CO2-ärmeren Welt zu beschleunigen.

Dies sollte im Rahmen einer gemeinsamen globalen Anstrengung erfolgen. Die Ziele des Klimaabkommens von Paris können nur durch gemeinschaftliches Handeln von Ländern, Unternehmen und Menschen erreicht werden. Anleger nehmen eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der Energiewende ein, die eine Abkehr von fossilen Energieträgern und den vermehrten Einsatz sauberer Energiequellen beinhaltet.

Wir alle müssen unsere diesbezüglichen Anstrengungen verstärken. Ganz besonders, da in letzter Zeit mehrere alarmierende Berichte veröffentlicht wurden, wonach die Welt bereits unter den Folgen steigender Temperaturen leidet – darunter eine zunehmende Zahl von Unwettern und Rekordstände beim Abschmelzen des Eises.

Berichte zeichnen ein düsteres Bild

Eine Analyse des International Panel on Climate Change (IPCC) aus dem September prognostizierte, dass der Meeresspiegel bis 2100 um mindestens 1,10 Meter steigen wird, wenn die Welt jetzt nicht handelt. In der Arktis war im letzten Sommer ein Rekordrückgang des Eises zu beobachten. Dabei verlor ein grönländischer Gletscher 11 Milliarden Tonnen Eis an einem Tag.

Unterdessen steigen die globalen CO2-Emissionen weiter an. So wurde laut der Internationalen Energieagentur im letzten Jahr ein Rekordvolumen an Kohlendioxid aus Verbrennung fossiler Brennstoffe in Höhe von 33,1 Milliarden Tonnen emittiert. Die Verbrennung von Kohle wird für 0,3 °C des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur um 1 °C seit Beginn des Industriezeitalters im 18. Jahrhundert verantwortlich gemacht.

Bei der letztjährigen UN-Klimakonferenz (COP24) gab die World Meteorological Organization bekannt, dass der CO2-Anteil in der Atmosphäre 405 ppm (0,405 Promille) erreicht hat – das höchste Niveau seit drei Millionen Jahren, als der Meeresspiegel 25 m höher lag als heute.

Allerdings hat es bei der Korrektur der Situation zuletzt Fortschritte gegeben. So haben sich im September 2019 beim UN-Klimagipfel in den USA 77 Länder und mehr als 100 Städte dazu verpflichtet, bis 2050 CO2-neutral zu werden.

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