Unbezahlte Überstunden

Trainees verklagen Bank of America

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Die ehemaligen Trainees beschuldigen die Bank, sie verstoße gegen den Fair Labor Standards Act (FLSA). Sie wollen die Klage stellvertretend für mehr als 100 Trainees einreichen, sie seit dem 5. August 2011 im Practice Management Development Program der Bank tätig waren. Als Schadensersatz in der angepeilten Sammelklage fordern sie über 5 Mio. Dollar, wie aus den Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Bank of America und Merrill hätten den Trainees in der Entwicklungsphase des Programms keine ausreichende Vergütung gezahlt, heißt es in der von Andrew Blum und Zaq Harrison eingereichten Klage. So habe Blum während der drei Monate im Jahr 2012, die er am Trainee-Programm teilnahm, zehn Stunden am Tag arbeiten und zwei- bis dreimal pro Woche abends an Kundenveranstaltungen teilnehmen müssen, dazu seien noch bis zu acht Stunden dauernde Veranstaltungen am Wochenende gekommen. Harrison habe ebenfalls während seiner drei Monate in dem Programm lange Arbeitszeiten gehabt und unter anderem an Sonntagen acht Stunden arbeiten müssen.

Neben Verstößen gegen den FLSA werfen die Kläger der Bank auch vor, gegen die Arbeitsgesetze des US-Bundesstaats Maryland verstoßen zu haben.

William Halldin, ein Sprecher für die Bank mit Sitz in Charlotte, North Carolina, wollte sich nicht zu der Klage äußern.

Das Verfahren läuft unter Blum gg Merrill Lynch & Co., 15- cv-01636, US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York (Manhattan)

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