Union Investment verkauft wieder Anteile am Immobilienfonds Uniimmo Wohnen ZBI. Das bestätigte ein Sprecher der DZ-Bank-Tochter gegenüber der „Immobilien Zeitung“ (Bezahlschranke). Seit 1. August 2025 hat die Fondsgesellschaft die Verkaufsunterlagen aktualisiert und den Vertrieb wieder aufgenommen.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte Union Investment im Februar die Werbung mit einer niedrigen oder mittelniedrigen Risikoklasse untersagt. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hatte geklagt und wollte erreichen, dass der Fonds nicht mehr in den Risikostufen 2 oder 3 eingeordnet wird. Ihrer Ansicht nach hätte ein Risikoindikator von 6 gewählt werden müssen.

Union Investment stellte daraufhin den Vertrieb ein und legte Berufung gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil ein. „Das Urteil wird in einem Berufungsverfahren keinen Bestand haben“, zitiert die „Immobilien Zeitung“ einen Unternehmenssprecher.

Risikohinweis ergänzt, Verharmlosung gestrichen

Trotz des Gerichtsverbots hält Union Investment an der beanstandeten SRI-Klasse 3 fest. In den Verkaufsunterlagen ergänzte die Fondsgesellschaft jedoch folgenden Hinweis: „Das LG Nürnberg-Fürth hat uns die Verwendung der Risikoklasse 3 mit Urteil vom 21.2.2025 untersagt. Hieraus entstehende Risiken: verstärkte Anteilrückgaben, Aussetzung der Rücknahme von Anteilen, erschwerte Veräußerung von Vermögensgegenständen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig und wird überprüft.“ 

Gleichzeitig strich Union Investment einen Passus, der Risiken verharmloste: „Bei sehr ungünstigen Marktbedingungen ist es unwahrscheinlich, dass unsere Fähigkeit beeinträchtigt wird, Ihr Rückgabeverlangen auszuführen.“ 

Der Uni Immo Wohnen ZBI war im Juni 2024 durch eine radikale Abwertung um nahezu 17 Prozent in die Schlagzeilen geraten. Union Investment hatte den gesamten Immobilienbestand neu bewerten lassen und dies mit einem rasanten Zinsanstieg begründet.