Union Investment „Deutsche Fondsanbieter müssen stärker für Kunden-Interessen eintreten!“

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Multi-Asset, Immobilien und Sparpläne

Im Zentrum des Interesses standen bei Privatkunden wie im Vorjahr Multi-Asset-Lösungen, Offene Immobilienfonds und Fondssparpläne. Bei den Multi-Asset-Lösungen waren mit Nettomittelzuflüssen von 3,1 Milliarden Euro vor allem die sechs „Privatfonds“ gefragt. Zum Jahresende verwalteten diese Produktfamilie insgesamt knapp 17 Milliarden Euro.

Die drei Offenen Immobilienfonds für Privatkunden verbuchten im letzten Jahr Nettomittelzuflüsse in Höhe von 2,3 Milliarden Euro, obwohl die Nachfrage nur zu einem kleinen Teil bedient werden konnte. Das in der Anlageklasse Immobilien insgesamt verwaltete Vermögen stieg zum Jahresende 2016 auf mehr als 34 Milliarden Euro.

Anlegern Brücken für Einstieg in Fonds bauen

Die Zahl der Fondssparpläne wuchs im Jahresvergleich um 306.000 auf knapp 1,5 Millionen. Der Bestand erhöhte sich somit gegenüber 2015 um 26 Prozent. Jeder fünfte Sparvertrag wurde mit einem Fondsneukunden abgeschlossen. Und über 90 Prozent der Sparplankunden investieren in Aktien-, Misch- oder Immobilienfonds.

Doch viele Anleger lassen ihr Geld nach wie vor einfach auf dem Girokonto liegen: Sichteinlagen machen inzwischen 56 Prozent der gesamten Bankeinlagen in Deutschland aus. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 waren es mit 32 Prozent noch deutlich weniger. Und 43 Prozent der Deutschen ist es angesichts der niedrigen Zinsen egal, wie sie ihr Geld anlegen.

„Wir müssen die Evolution des Sparens weiter vorantreiben“, ist sich Reinke daher sicher. Gemeinsam müssten alle Fondsanbieter „den Anlegern Brücken für den schrittweisen Einstieg in eine ausgewogene Vermögensstruktur bauen“. Dazu notwendig seien Anlagelösungen mit einem breiten Angebot an verschiedenen Rendite- und Risiko-Optionen.

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