Auf welche Produkterfolge der vergangenen Jahre aus Ihrem Hause sind Sie besonders stolz?

Riester: Union Investment konzentriert sich bei der Produktentwicklung auf die Bedürfnisse der Sparer. Die Anforderungen der Menschen haben wir in folgende vier Kategorien eingeteilt: Vermögen anlegen, Vermögen optimieren, Vermögen ansparen und für das Alter vorsorgen. In diesen Bereichen bieten wir entsprechende Lösungen an, die die Bedürfnisse der Sparer abdecken. Damit sind wir sehr erfolgreich, wie man an den Entwicklungen beispielsweise bei den PrivatFonds, den Sparplänen und der UniProfiRente sehen kann.

Die PrivatFonds waren im letzten Jahr die absatzstärksten Fonds in Deutschland, und auch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres flossen ihnen netto 1,5 Mrd. Euro zu. Das zeigt, dass sie die Bedürfnisse der Menschen passgenau abdecken.
Bei den Sparplänen konnten wir unseren Bestand in den letzten zwölf Monaten um knapp 17 Prozent steigern. Besonders gefreut hat uns dabei, dass vier von fünf Euro der Gelder in renditestarke Substanzanlagen wie Aktien-, Misch- und Immobilienfonds geflossen sind.

Bei der Riester-Rente haben wir im Jahr 2002 mit der UniProfiRente ein Produkt geschaffen, mit dem die Menschen so lange wie möglich in Aktien für ihr Alter sparen können und gleichzeitig von der staatlichen Förderung profitieren. Dies ist gerade  angesichts der aktuell niedrigen Zinsen ein großer Vorteil.

Wo sehen Sie die größten Risiken für ein rückläufiges Fondsgeschäft in den kommenden ein bis zwei Jahren?

Wir rechnen auch in den nächsten zwei Jahren noch mit einem Umfeld sehr niedriger Zinsen, wodurch der hohe Anlagedruck der Menschen weiter erhalten bleibt. Als einer der wenigen Auswege hieraus bieten sich Investmentfonds an, weswegen wir nicht mit einem rückläufigen Fondsgeschäft rechnen.