Der Nürnberger Versicherer Universa plant eine Verlagerung seines Unternehmenssitzes innerhalb der Stadt. Seit Anfang der 1950er-Jahre befindet sich die Unternehmenszentrale am Rathenauplatz, circa 2,5 Kilometer vom neuen Standort von der neuen Firmenzentrale im Büroquartier Kohlenhof entfernt.

Moderner Neubau mit 17 Stockwerken 

Dort soll ein moderner Büroneubau entstehen, der derzeit dem Arbeitstitel „IKON“ trägt. Die Fertigstellung ist für das zweite Halbjahr 2030 geplant. Verkäufer ist der Immobilienentwickler Aurelis Real Estate aus Eschborn. Zu den Kosten für den Neubau beziehungsweise dem Verkaufspreis machten beide Seiten keine Angaben.

Das von der Universa erworbene Baugrundstück hat eine Fläche von 10.900 Quadratmetern. Nach der bereits vorliegenden Baugenehmigung soll auf dem Areal die Errichtung eines Bürogebäudes mit bis zu 17 Geschossen und einer Bruttogeschossfläche von rund 24.000 Quadratmetern Büro- und Gewerbefläche möglich sein. Der Entwurf für den Büroneubau stammt vom Münchner Büro Steidle Architekten. Der Baubeginn ist für das Jahr 2027 geplant. 

Fixpunkt im neuen Büroquartier

Der Neubau ist als Tor zum neuen Büroquartier vorgesehen, so Aurelis. Der Kohlenhof entsteht auf einem rund zehn Hektar großen Gelände des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs Nürnberg südlich der Altstadt mit guter Verkehrsanbindung durch den sogenannten Frankenschnellweg. Nach dem von der Stadt Nürnberg genehmigten Rahmenplan sollen hier in den nächsten Jahren rund 100.000 Quadratmeter Bürofläche entstehen. 80 Prozent dieser Fläche sollen laut Aurelis mit der aktuellen Transaktion bereits vermarktet sein. 

„Der Standort erfüllt alle Anforderungen, die wir an unseren künftigen Hauptsitz und an unsere neue Heimat stellen. Wir haben hier die Möglichkeit, unsere Versicherungsunternehmen in eine weiterhin stabile und nachhaltig positive Zukunft zu führen“, sagt Vorstandsmitglied Marco Wimmer.

Die Entscheidung sei auch ein Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Nürnberg und werde die Attraktivität der Arbeitgebermarke weiter erhöhen. Der neue Gebäudekomplex ermögliche innovative Arbeits- und Raumkonzepte, stärke die offene Feedbackkultur sowie Zusammenarbeit im Team und werde hohe Nachhaltigkeitsstandards erfüllen.

Von der Belegschaft und dem Betriebsrat gab nach Universa-Angaben bei der Vorstellung der Pläne anlässlich einer Betriebsversammlung durchweg positives Feedback. Was mit dem bisherigen Gebäude passiert, soll erst zu einem späteren Zeitpunkt des Projektes festgelegt werden.