Porträt des HMT Euro Aktien VolControl

Von Aufwärtsphasen profitieren, Abwärtsrisiken begrenzen

Mit dem HMT Euro Aktien VolControl will die Hamburger Asset Management-Gesellschaft HanseMerkur Trust Investoren eine risikokontrollierte Partizipation am Aktienmarkt der Eurozone ermöglichen

Foto: Melanie Pongratz /Unsplash

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Absolute Return und Wertsicherung – diese beiden Aspekte spielen bei den Anlagelösungen der Hamburger Asset Management-Gesellschaft HanseMerkur Trust eine Schlüsselrolle. Das gilt auch für den HMT Euro Aktien VolControl, mit dem das Tochterunternehmen der HanseMerkur-Gruppe Investoren eine risikokontrollierte Partizipation am Aktienmarkt des Euroraumes ermöglichen will. „Der Fonds soll langfristig mit zwei Dritteln an der Wertentwicklung des Aktienmarktes partizipieren und gleichzeitig größere Drawdowns auf ein Drittel gegenüber dem Aktienmarkt abfedern. Per Anno peilen wir eine Rendite von 4,5 Prozent über Geldmarkt an“, erläutert Fondsmanager Dr. Christoph Heumann.

Um das selbstgesteckte Ziel zu erreichen, setzt der Leiter Research und Produktentwicklung bei HanseMerkur Trust auf das Volatility Control-Prinzip und fährt in Phasen mit niedriger Volatilität an den Aktienmärkten eine hohe Aktienquote und schlägt in schwankungsintensiven Phasen einen defensiven Kurs ein. Für die dynamische Steuerung der Aktienquote kommen dabei Aktienindex-Futures auf Einzelländer aus dem Euroraum zum Einsatz. „Futures auf Aktien-Leitindizes wie etwa den französischen CAC 40, den deutschen DAX oder den spanischen IBEX 35 bieten eine hohe Marktliquidität, so dass sich darüber die Aktienquote kosteneffizient steuern lässt und gleichzeitig auch die relativen Gewichte der einzelnen Länder entkoppelt und dynamisch allokiert werden können“, begründet Heumann seine Vorgehensweise.

Die Aktienquote bewege sich über die Volatility-Control-Steuerung recht fließend und eher in kleinen Schritten, so der Fondsmanager. „Vor dem Einsetzen des Corona-Crashs – als die Märkte Anfang Februar 2020 noch neue Höchststände verzeichneten – lag die Quote bei 65 Prozent. Im Corona-Crash hat der Fonds die Aktienquote dann in der ersten März-Hälfte bis auf 20 Prozent reduziert und anschließend nach und nach wieder erhöht“ ergänzt er. So habe die Quote im Juli wieder bei mehr als 60 Prozent gelegen und sich bis Jahresende in etwa auf diesem Niveau eingependelt. „Die höchste Quote seit Auflegung des Fonds wurde im März dieses Jahres erreicht, als sich die Aktienmärkte im März 2021 in vergleichsweise ruhigem Fahrwasser bewegten“, erläutert Heumann.

Bei der Einzeltitelauswahl fokussiert sich der Fondsmanager auf die Low-Volatility-Prämie, um das Rendite-Risiko-Profil weiter zu verbessern. „Empirisch weisen Aktien mit niedriger Volatilität höhere mittlere Renditen sowie ein deutlich besseres Rendite-Risiko-Verhältnis auf“, so Heumann. „Mit der Low-Vola-Prämie erschließen wir daher zum einen eine zusätzliche Renditequelle und erhalten zum anderen bei starken Kursrückgängen am Aktienmarkt ein zusätzlichen stabilisierenden Effekt.“

„Am Ende dieses Auswahlprozesses steht ein Portfolio, das sich aus rund 50 Aktien zusammensetzt. Dazu gehören derzeit beispielsweise der Luxusgüterkonzern LVMH oder auch der Pharmakonzern Sanofi. Im zweiten Schritt nehmen wir eine beta-adjustierte Absicherung des allgemeinen Marktrisikos durch eine Short-Position auf den Euro Stoxx 50 Future vor“, erläutert Heumann und ergänzt: „Mit unserer Vorgehensweise erschließen wir uns zum einen eine zusätzliche Renditequelle durch Low-Risk-Prämien. Zum anderen ergibt sich bei starken Kursrückgängen am Aktienmarkt ein stabilisierender Effekt.“ Flankiert wird die Strategie durch eine laufende aktive Kontrolle der Gesamtpositionierung in Form situativer Maßnahmen, um das Rendite-Risiko-Profil noch genauer auszutarieren.

Mit seiner auf Risikokontrolle ausgerichteten Strategie erzielte Heumann seit Auflegung des Fonds am 2. Dezember 2019 respektable Ergebnisse: So lag die durchschnittliche Rendite per anno bei 7,08 Prozent (Stand 7. Mai 2021). „Damit haben wir rund drei Viertel der Rendite des Euro Stoxx 50 Net Index erzielt, und vor allem haben wir auch den Drawdown im Corona-Crash auf das angestrebte ein Drittel gegenüber dem Aktienmarkt abgefedert“, zeigt sich der Fondsmanager zufrieden, der sich mit der Systematik der Volatility-Control-Steuerung insgesamt sehr wohlfühlt.


Interview

Drei Fragen an…

Dr. Christoph Heumann, Leiter Research und Produktentwicklung sowie Portfoliomanager des HMT Euro Aktien VolControl

Foto: Anna Vi /Unsplash

Sie setzen mit dem HMT Euro Aktien VolControl auf das Volatility Control-Prinzip. Was zeichnet diese Strategie aus und was unterscheidet sie beispielsweise von risikobudgetierten Ansätzen?

Dr. Christoph Heumann


Dr. Christoph Heumann: Durch das Volatility-Control-Prinzip wird die Aktienquote im Fonds dynamisch gesteuert, so dass er in ruhigen Marktphasen offensiver und in turbulenten Marktphasen defensiver positioniert ist. Mit diesem Ansatz machen wir uns zweierlei Fakten zunutze: Erstens, dass es auf den Aktienmärkten ein ‚Volatility Clustering‘ gibt und sich Marktvolatilitäten somit gut statistisch prognostizieren lassen. Und zweitens, dass Volatilitäten und Kursentwicklungen negativ korreliert sind, so dass sich größere Aktienmarkt-Drawdowns systematisch abfedern lassen.

Gleichzeitig gibt es den empirischen Sachverhalt, dass turbulente Phasen an den Aktienmärkten auch langfristig im Schnitt niedrigere Renditen bieten als ruhige Marktphasen. Umgekehrt bedeutet dies: Das Risiko des Aktienmarktes wird in ruhigen Marktphasen besser entlohnt, so dass es auch unter Renditegesichtspunkten Sinn macht, in ruhigen Marktphasen eine höhere Aktienquote zu haben als in turbulenten Phasen. Mit der Volatility-Control-Steuerung erzielt der HMT Euro Aktien VolControl in Summe also nicht nur ein stabiles Risiko-Profil mit geringeren Drawdowns, sondern außerdem auch eine höhere Risiko-adjustierte Rendite.

Der zentrale Unterschied zu risikobudgetierten Ansätzen besteht darin, dass es beim HMT Euro Aktien VolControl keine Wertuntergrenze und auch kein festes Volatilitätslimit gibt. Das ermöglicht uns, die Aktienquote deutlich flexibler zu steuern. Dieser Vorteil hat sich beispielsweise in der schnellen, V-förmigen Markterholung nach dem Corona-Crash ausgezahlt.

Auf Einzeltitelebene machen Sie sich gezielt Low-Volatility-Effekte zunutze. Warum investieren Sie speziell in diese Titel?

Dr. Christoph Heumann: Wie die Steuerung der Aktienquote erfolgt auch die Selektion der Einzeltitel systematisch beziehungsweise quantitativ. Für eine systematische Aktienselektion würden sich dabei natürlich grundsätzlich unterschiedliche Aktien-Stile beziehungsweise -Faktoren anbieten – beispielsweise Momentum, Dividend Yield, Value, Small Cap oder eben auch Low Volatility. Der Grund für den speziellen Fokus auf Low-Volatility-Aktien im HMT Euro Aktien VolControl: Diese Aktien bieten im Schnitt die gleiche Rendite wie der Gesamtmarkt – gepaart mit einem geringeren Risiko. Daher passen diese Aktien sehr gut zum Anlageziel des Fonds, das ja auf eine risikokontrollierte Partizipation am Aktienmarkt ausgerichtet ist.

Zudem sind defensive Low-Vola-Titel in der Regel auch wenig zyklisch, was gerade zu Beginn einer Korrektur am Aktienmarkt einen Renditevorteil bietet. Low-Vola-Aktien sind insofern eine gute Ergänzung für die Volatility-Control-Steuerung der Aktienquote. Volatility Control für die Aktienquote und Low-Vola für die Einzelaktien bilden also ein starkes Team für einen risikokontrollierten Aktienfonds.

Wie hat sich der Fonds in unterschiedlichen Marktphasen geschlagen – beispielsweise im Zuge der Corona-bedingten Talfahrt der Aktienkurse im Frühjahr 2020 und im Rahmen der danach einsetzenden Erholung?

Dr. Christoph Heumann: Der HMT Euro Aktien VolControl hat sich im Corona-Crash durchaus bewährt und konnte den Drawdown auf rund 14 Prozent begrenzen. Die Abfederung von größeren Drawdowns hat also auch im ‚schnellsten Aktienmarkt-Drawdown der Geschichte‘ funktioniert. Aber auch in der anschließenden Markterholung hat sich der Fonds gut entwickelt. Ausgehend von einer deutlich reduzierten Aktienquote in den besonders volatilen Wochen um den Corona-Crash herum, haben wir dann im Zuge der sich normalisierenden Märkte die Aktienquote nach und nach wieder erhöht. Hier hat sich der Vorteil gezeigt, dass es beim HMT Euro Aktien VolControl – im Gegensatz zu vielen risikobudgetierten Ansätzen – kein ‚Ausstoppen‘ gibt. Insgesamt hat der Fonds das Jahr 2020 dann mit einem Plus von 4,5 Prozent abgeschlossen.

Unternehmensporträt

HanseMerkur Trust AG

Fokussiert auf Absolute Return und Wertsicherung

Foto: Tristan Colangelo /Unsplash

Hanseatische Tradition, Kontinuität und Verlässlichkeit
Als 100%iges Tochterunternehmen der HanseMerkur-Gruppe ist die HanseMerkur Trust eingebunden in ein hanseatisches Traditionsunternehmen, dessen Wurzeln in der Gründung der Hanseatischen Krankenversicherung VVaG im Jahre 1875 liegen. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist die HanseMerkur auch heute nur ihren Kunden verpflichtet. Als finanziell solide mittelständische Unternehmensgruppe sind die Ziele der HanseMerkur auf nachhaltiges Wachstum und auf die dauerhafte Selbständigkeit ausgerichtet.

Asset Manager mit über 10 Mrd. Euro betreutem Vermögen
Als HanseMerkur Trust betreuen und managen wir insgesamt über 10 Milliarden Euro Anlagegelder – davon 8 Milliarden Euro Kapitalanlagen für die HanseMerkur-Gruppe sowie 2 Milliarden Euro in Spezialfonds für institutionelle Drittkunden und in Publikumsfonds. Zu unseren Kunden gehören Versicherungen, Altersvorsorgeeinrichtungen, Industrieunternehmen, Stiftungen und Kirchen. Als mittelgroßer Asset Manager vereinen wir professionelle Prozesse, schlanke Strukturen und eine individuelle und persönliche Betreuung unserer Kunden.

Renditeziele risikokontrolliert erreichen
Unsere Asset-Management-Lösungen folgen einer Investmentphilosophie, die den Fokus auf das Erwirtschaften der Zielrendite und auf den Schutz des Vermögens legt. Unsere Absolute-Return-Strategien bieten aktives, risikobewusstes Fondsmanagement ohne Orientierung an Markt- oder Indexbenchmarks, um unseren Kunden auch in Zeiten niedriger Zinsen die Erreichung ihrer absoluten Renditeziele zu ermöglichen. Unsere Wertsicherungsstrategien sind regelbasiert, prognosefrei und maßgeschneidert, um das Anlagerisiko unserer Kunden transparent, verlässlich und anlegerindividuell zu kontrollieren. Abgerundet wird unser Leistungsspektrum durch ausgewählte Lösungen in den Bereichen Risikomanagement und Nachhaltigkeit.

Unsere Anlagelösungen finden Sie hier: https://hmt-ag.de/anlageloesungen/

Kontaktdaten

HanseMerkur Trust AG

Neue Rabenstraße 3
20354 Hamburg
Telefon: +49 40 49 29 39-0
Fax: +49 40 49 29 39-199
E-Mail: [email protected]
Internet: www.hmt-ag.de

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