Universal: Stier-Attacke eine Nullnummer

//
Die Toros (Toro: spanisch für Stier) GmbH hat wieder versucht, Universal-Investment auf die Hörner zu nehmen. Doch der Fondsverwalter erwirkte drei einstweilige Verfügungen gegen das Unternehmen: Das Landgericht Berlin verbot Toros, sich auf den Internetseiten mit den irreführenden Adressen www.universal-invest.de und www.universal-investment.eu geschäftsschädigend über Universal-Investment zu äußern. Bei einem Verstoß droht eine Geldstrafe von 250.000 Euro. Die einstweilige Verfügung gilt auch gegenüber den Firmen Ceros (Cero: spanisch für Null) und Oikos, die mit Toros zusammenarbeiten.

Auf ihrer eigenen Internetseite stellt sich die Toros als neutraler Vertreter geschädigter Anleger dar. Nach eigenen Angaben unternimmt sie „Ermittlungen gegen unseriöse Anbieter am Kapitalmarkt“. In ihr Fadenkreuz geriet auch Universal-Investment wegen Unstimmigkeiten beim 2006 aufgelösten Aktienfonds Europa-Actio-Matrix-Universal. Der Vorwurf: Der Fondsberater Equinet habe das Portfolio zu oft umgeschichtet und so ungerechtfertigt hohe Kosten erzeugt, die dem Fondsvermögen entnommen wurden.

Dass die Fondsrendite aber tatsächlich unter häufigen Umschichtungen gelitten hat, kann Toros nach wie vor nicht beweisen. Allerdings verhängte das Landgericht Frankfurt im vorigen Jahr eine einstweilige Verfügung gegen Universal-Investment: Die Fondsgesellschaft darf nicht mehr behaupten, dass Toros-Chef Johannes Gerlinger die Höhe der Umschichtung als „nicht auch nur annähernd zutreffend“ darstelle.

Mehr zum Thema