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Frontier Markets „Unternehmen finden hier ein kostengünstiges, solides und kosmopolitisches Umfeld“

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Das Tor zur ASEAN-Freihandelszone

Zwei Schlüsselelemente werden die Verlagerung der Lieferketten von China auf die Philippinen weiterhin begünstigen: die Arbeitskräfte und der strategische Standort. Die philippinischen Arbeitskräfte sind einer der überzeugendsten Wettbewerbsvorteile, die die Philippinen gegenüber allen anderen asiatischen Ländern haben. Johnstone argumentiert: „Englisch wird in allen Schulen gelehrt und ist die bevorzugte Geschäfts- und Handelssprache, so dass die Philippinen mit einer Alphabetisierungsrate von über 90 Prozent das drittgrößte englischsprachige Land der Welt sind.“

Zweitens liegen die Philippinen strategisch günstig im Zentrum Ostasiens, etwa vier Flugstunden von den großen Hauptstädten der Region entfernt. An der Schnittstelle zwischen der östlichen und der westlichen Geschäftswelt gelegen, gelten die Philippinen als Tor zu über 500 Millionen Menschen auf dem Markt der ASEAN-Freihandelszone oder als Produktionsplattform für den Zugang zu den großen Volkswirtschaften Ostasiens.

Infrastruktur im Aufbau

Allerdings sind die Betriebskosten nach wie vor hoch und außerhalb der Großstädte fehlt es an Infrastruktur. Dies zu ändern, ist nun das Ziel der derzeitigen Regierung. „In den nächsten zehn Jahren wird die philippinische Regierung im Rahmen des von Präsident Duterte initiierten Programms ‘Bauen, bauen, bauen‘ über 160 Milliarden US-Dollar für die Infrastruktur ausgeben. Das Programm soll dazu beitragen, die Philippinen besser zu vernetzen, den Zugang zu den großen Städten zu erleichtern und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Unsere Beteiligungen an Ayala Corp. und Robinsons Land werden möglicherweise von dieser Erhöhung der Infrastrukturausgaben profitieren“, betont Johnstone.

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Erholung des Reiseverkehrs

Die Philippinen begrüßten im Jahr 2019 acht Millionen internationale Besucher – gegenüber 5 Millionen im Jahr 2015 – die 12,7 Prozent zum BIP des Landes beitrugen und 5,7 Millionen Arbeitsplätze schufen2. „Wir gehen davon aus, dass sich der Gegenwind der Corona-Pandemie Ende 2021 in Rückenwind verwandeln wird und dass die Erholung des weltweiten Reiseverkehrs den Philippinen einen Auftrieb verleihen wird. Die Philippinen haben ihre Impfrate in den letzten Monaten erheblich erhöht und bis Mitte September insgesamt 39 Millionen Impfungen verabreicht. Wenn die derzeitige Impfrate konstant bleibt, schätzen wir, dass 50 Prozent der Bevölkerung innerhalb der nächsten sechs Monate vollständig geimpft sein werden. Da wir von einer Erholung des Tourismus bis Ende 2022 auf das Niveau vor der Pandemie ausgehen, könnten unsere Beteiligungen an Bloomberry Resorts profitieren.“

2World Tourism Organization, Yearbook of Tourism Statistics, Compendium of Tourism Statistics and data files