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Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets: „Beste Aussichten für Mexiko und China“

Toke Hjortshøj, Portfoliomanager des Sparinvest Emerging Markets Corporate Value Bond

Toke Hjortshøj, Portfoliomanager des Sparinvest Emerging Markets Corporate Value Bond

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Die Industriestaaten sind ohne die Schwellenländer nicht länger überlebensfähig. Und die Schwellenländer sind ohne die Industriestaaten nicht überlebensfähig – auch wenn die Volkswirtschaften der Emerging Markets in den vergangenen Jahren deutlich eigenständiger und unabhängiger geworden sind. Diese Verknüpfung der wirtschaftlichen Entwicklung wird auch im Jahr 2013 ungebrochen bleiben.

Mexiko profitiert von Erholung in den USA

Eine der für 2013 zu erwartenden positiven Entwicklungen in den Schwellenländern hat ihren Ursprung in den USA. Der angeschlagene Immobilienmarkt erholt sich, es wird wieder gebaut, die privaten Verbraucher haben ihre einst massive Schuldenlast reduziert. Die Stimmung ist zuversichtlich – und daraus zieht besonders ein Schwellenland Vorteile: Mexiko, dessen Exporte vor allem in die USA gehen.

Die äußerst wettbewerbsfähige mexikanische Wirtschaft wird in diesem Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit von der erhöhten Nachfrage aus den USA nach Konsumgütern, Baustoffen und Automobilen profitieren. Trotz des kontinuierlichen Wirtschaftswachstums sind die Löhne in Mexiko noch immer niedrig – selbst in China kann nicht mehr billiger produziert werden. Aus diesem Grund lagern US-Unternehmen ihre Produktionsstätten bereits seit Langem nach Mexiko aus – ein Trend, dem auch europäische Firmen mittlerweile folgen, die ihr US-Geschäft von Mexiko aus betreiben.

China verabschiedet sich von seiner Rolle der Werkbank der Welt

Den zweiten voraussichtlichen Gewinner unter den Emerging Markets sehen wir in China. Das Reich der Mitte wird wahrscheinlich für positive Überraschungen sorgen, weil es nach unserer Ansicht nicht zu der vielbeschworenen „harten Landung“ der dortigen Wirtschaft kommen wird. Denn weder das gesunkene Wirtschaftswachstum von sieben bis acht Prozent, noch die politische Regulierung der Immobilienpreise, noch die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit der industriellen Produktion werden dem Land wirklich schaden können. Allein die hausgemachten Probleme der europäischen Staaten wird China nicht lösen können – seine Tage als „Werkbank der Welt“ sind gezählt. China ist auf dem Weg von einer Volkswirtschaft, in der die Industriestaaten billig und effizient produzieren können, hin zu einer konsumorientierten Gesellschaft.