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Experten im Wartemodus Unternehmensanleihen bieten 2023 bessere Einstiegsgelegenheiten

Silbermöwen warten am Strand auf zurückkehrende Krabbenkutter
Silbermöwen warten am Strand auf zurückkehrende Krabbenkutter: Trotz vorsichtigem Optimismus ist es laut Victor Verberk, Sander Bus und Jamie Stuttard von der Investmentgesellschaft Robeco zu früh, um offensiv in Hochzinsanleihen zu investieren. | Foto: Imago Images / imagebroker

Zinsen erreichen in einem Zinsanhebungszyklus, der letztlich in einer Rezession mündet, typischerweise ihren Höchststand vor den Credit-Spreads, konkret etwa zum Zeitpunkt der vorletzten Leitzinsanhebung in den USA.  

Wir dürften uns in der Talsohle zwischen den beiden Gipfeln befinden. Zinsen sinken und könnten in einigen Ländern ihren Höchststand bereits hinter sich haben, während die Inflation aktuell nachlässt. Auch die Credit-Spreads sind seit Mitte Oktober stark zurückgegangen. Sie dürften sich aber wieder ausweiten, wenn Marktteilnehmer beginnen, mit einer Rezession zu rechnen, die die Solidität der Unternehmen beeinträchtigen würde.

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Angesichts des wachsenden Angebots europäischer Staatsanleihen erwarten wir eine weitere Einengung der Euro-Swap-Spreads. Da die Swap-Spreads einen großen Teil der gesamten Credit-Spreads bei Euro-Investment-Grade-Anleihen ausmachen, halten wir eine moderate Long-Position an den Euro-Investment-Grade-Märkten für angemessen. Weit vorsichtiger sind wir mit Blick auf die aktuelle Position im Zinszyklus hingegen bei Marktsegmenten mit engen Spreads.

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