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Ursachenforschung Was Europa in die Deflation treibt

Amazon-Zentrum im brandenburgischen Brieselang: Ein Mitarbeiter des Online-Händlers stellt eine Bestellung zusammen. Der Siegeszug des Online-Handels macht für Verbraucher die Preise transparenter. Die Hersteller geraten dadurch unter Druck, die Preise auch. Foto: Getty Images
Amazon-Zentrum im brandenburgischen Brieselang: Ein Mitarbeiter des Online-Händlers stellt eine Bestellung zusammen. Der Siegeszug des Online-Handels macht für Verbraucher die Preise transparenter. Die Hersteller geraten dadurch unter Druck, die Preise auch. Foto: Getty Images
Sechs, setzen

Der EZB muss man vermutlich nach 2013 und 2014 auch 2015 wieder eine mangelhafte Leistung bei ihrer Kernaufgabe aussprechen. Primär soll sie die Preisstabilität in der Eurozone gewährleisten. Die ist nach einhelliger Meinung erreicht, wenn die Inflation nahe 2 Prozent liegt. 2013 lag die Teuerungsrate bei 1,3 Prozent, 2014 bei 0,4 Prozent und droht für 2015 sogar negativ auszufallen. Zuletzt lag sie bei minus 0,1 Prozent.

Dabei müht sich die EZB redlich: Erst im März hat sie ein Anleihe-Aufkaufprogramm von monatlich bis zu 60 Milliarden Euro aufgelegt und dabei eine massive Ausweitung der eigenen Bilanz in Kauf genommen. Der Start des Quantitative-Easing-Programms hatte im Frühjahr die damaligen deflationären Tendenzen im Wirtschaftskreislauf überwunden. Wie sich jetzt herausstellt, aber nur für kurze Zeit. Vorerst scheint der Effekt verpufft.

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