US-Aktien Der US-Bullenmarkt könnte sich 2019 fortsetzen

Kauflustige in New York: Verbrauchervertrauen und Unternehmensgewinne in den USA bleiben robust. | © Getty Images

Kauflustige in New York: Verbrauchervertrauen und Unternehmensgewinne in den USA bleiben robust. Foto: Getty Images

Nach einem ungewöhnlich ruhigen Jahr 2017 ist in diesem Jahr Volatilität an die Aktienmärkte zurückgekehrt. Das während der vergangenen beiden Jahre verzeichnete synchrone Wachstum lässt allmählich Risse erkennen: Das Wachstum einzelner Märkte rund um den Globus kühlt sich ab.

Die USA dürften jedoch in der Lage sein, sich diesem Trend zu widersetzen. Das Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) hat sich 2018 beschleunigt und ist im zweiten Quartal auf 4,1 Prozent gestiegen, höchste Wachstumsrate seit nahezu vier Jahren. Dieses Wachstum ist zwar beeindruckend, die Kombination aus Steuersenkungen und einer Anhebung der Regierungsausgaben auf Bundesebene dürfte allerdings einen Teil dieses Wachstum ins Jahr 2018 vorgezogen haben. Daraus folgt: In Zukunft könnte es schwierig werden, die aktuellen Traumwerte zu erreichen.

Die beiden Hauptpfeiler der US-Wirtschaft erscheinen solide

Aber dennoch: Die Fundamente der US-Wirtschaft – Verbrauchersektor und Unternehmensgewinne – sind robust. Diese beiden Pfeiler haben sich gut entwickelt und lassen keine Anzeichen von Belastungen erkennen, die signalisieren, dass sich der Konjunkturzyklus einem Wendepunkt mit anschließender Rezession nähert.

Die US-Verbraucher profitieren auch weiterhin von einem sehr starken Arbeitsmarkt, anhaltend niedriger Inflation und historisch niedrigen Zinsen. Hierdurch bleiben Vertrauen und Ausgaben der Verbraucher robust, auch wenn sich das globale Wachstum abschwächt und die Sorgen um den globalen Handel zunehmen.

Was die Unternehmen betrifft, konnten die im S&P 500 Index gelisteten Firmen im zweiten Quartal 2018 einen Gewinnanstieg um mehr als 20 Prozent im Vorjahresvergleich verbuchen. Auch wenn dies teilweise auf niedrigere Körperschaftsteuersätze zurückzuführen ist, dürften die sich daraus ergebenden höheren Gewinne steigende Investitionsausgaben nach sich ziehen. Dieser Kapitalfluss sollte der in die Jahre gekommenen wirtschaftlichen Expansion des Landes mit seinen 325 Millionen Einwohnern neue Dynamik verleihen: Es ist zu erwarten, dass Gewinne reinvestiert werden und der frische Investitionszyklus die Produktivität steigert. Diese vielversprechenden Faktoren sollten sich bei vielen Unternehmen bis weit ins Jahr 2019 oder sogar bis ins Jahr 2020 bemerkbar machen.