Suche
Lesedauer: 2 Minuten

Verdacht auf Schönfärberei US-Börsenaufsicht ermittelt gegen DWS

DWS-Logo in Frankfurt
DWS-Logo in Frankfurt | Foto: imago images / Hannelore Förster

US-Behörden ermitteln gegen die Investmentgesellschaft DWS. Die US-Börsenaufsicht SEC und die Bundesstaatsanwaltschaft gehen dem Vorwurf nach, die DWS würde ihr Vermögen nicht so nachhaltig managen, wie sie behauptet. Das berichtet das „Wall Street Journal“ und beruft sich dabei auf „mit den Vorgängen vertraute Personen“. Allerdings sei alles noch in einem sehr frühen Stadium.

Bereits am 1. August schrieb das Journal, dass die DWS Probleme mit ihrer ESG-Strategie hatte. Darunter versteht man, dass beim Management Kriterien für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) greifen. Folglich habe die DWS ihren Anlegern ein „rosigeres Bild“ gezeichnet als es tatsächlich war. In der Branche nennt man das auch „Greenwashing“. Das könnte man mit „Grünfärberei“ übersetzen – Anlagen und Produkte werden grüner dargestellt, als sie sind.

Die Zeitung berief sich auf Dokumente und die ehemalige Nachhaltigkeitschefin Desiree Fixler. Die arbeitete ab August 2020 in der Funktion als Group Sustainability Officer, wie es offiziell hieß, bei der Fondsgesellschaft und wurde im April 2021 entlassen.

Die beteiligten Behörden kommentierten die Vorgänge bislang nicht. Die DWS-Aktie brach mittlerweile ein. Am 25. August schloss sie noch bei einem Kurs von 41,72 Euro. Jetzt steht sie bei etwa 36,50 Euro (Stand: 26. August 2021, 14.30 Uhr), das sind 12,5 Prozent weniger.

Nachtrag vom 27. August 2021, 8.04 Uhr: Gestern Abend hat sich die DWS zu den Vorwürfen geäußert. Den Beitrag finden Sie hier:

Mehr zum Thema
EdelmetalleSilber ist Gold wert für die Industrie – und damit auch für Anleger
Forderungen des DDVAufsicht muss Wettbewerbsfähigkeit des Finanzmarkts sichern
ANZEIGE
Investieren gegen die KlimakriseDer grüne Wandel steht noch ganz am Anfang