US-Justiz ermittelt offenbar

Haben Banken bei den Edelmetallpreisen getrickst?

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Das US-Justizministerium untersucht, ob die weltgrößten Banken die Preise für Edelmetalle manipuliert haben. Das erfuhr Bloomberg News von Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind.

Bei mindestens zehn Banken, darunter Barclays, JPMorgan Chase & Co. und Deutsche Bank, führt die für Kartellrecht zuständige Abteilung des Justizministeriums Untersuchungen durch, wie eine der Personen sagte.

Mit den Untersuchungen im Edelmetallbereich, die sich noch in einem frühen Stadium befinden, weitet das Justizministerium seine laufenden Prüfungen bei den Banken über die Manipulation von Finanz-Benchmarks aus. Staatsanwaltschaften ermitteln unter anderem bereits im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Manipulation von Interbankenzinsen wie dem Libor.

Die britische HSBC Holdings legte am Montag offen, dass die US-Justiz und die Commodity Futures Trading Commission, die den Rohstoffterminhandel reguliert, von der Bank Unterlagen über die Edelmetallgeschäfte angefordert haben. HSBC erklärte, sie kooperiere mit den Behörden. Sprecher des Justizministeriums und der CFTC wollten keine Stellungnahme abgeben.

Die weiteren Banken, bei denen Untersuchungen stattfinden, sind laut den informierten Personen Crédit Suisse Group, UBS Group, Goldman Sachs Group, Société Générale, Bank of Nova Scotia und Standard Bank Group. Die Zeitung “Wall Street Journal” hatte ebenfalls berichtet, dass bei diesen Banken ermittelt wird. Die Banken wollten sich entweder nicht dazu äußern oder waren kurzfristig für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Drei Banken, die im November Vorwürfe über die Manipulation von Devisen-Benchmarks mit den US-Aufsichtsbehörden beilegten - JPMorgan, Citigroup und Bank of America - verpflichteten sich gleichzeitig, andere Handelsaktivitäten, die zu gleichartigen Problemen im Hinblick auf das Verhalten am Markt führen könnten, zu überprüfen und zu benennen. Durch diese Überprüfungen sei der Edelmetallhandel ins Visier der Behörden geraten, hieß es von einer weiteren, über die Vorgänge informierten, Person.

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