US-Wahlkampf und Gesundheitsmarkt Worauf müssen sich Anleger einstellen?

Seite 2 / 2

Zudem bieten die USA herausragende Beispiele für Unternehmen mit großer Zukunft, deren Produkte und Services echte Verbesserungen ermöglichen – zum einen durch Innovationen wie gute neue Therapien und Impfstoffe sowie zum anderen durch mehr Digitalisierung und damit einhergehend mehr Effizienz im Gesundheitssystem.

Neben Technologie-Riesen wie Apple, Alphabet oder Amazon erobern auch viele kleine Spezialisten wie der Telemedizin-Marktführer Teladoc den Gesundheitsmarkt. Im Bereich der Biotechnologie sind die USA ebenfalls weiterhin der weltweit führende Markt. Beispielhaft dafür ist das deutsche Biotech-Unternehmen CureVac, dessen Börsengang im August bewusst an der US-Börse Nasdaq stattfand.

Festzuhalten bleibt: Anders als bei der Wahl vor vier Jahren steht der Gesundheitsmarkt nicht unmittelbar im Zentrum des US-Präsidentschaftswahlkampfes. Gleichwohl hat die kommende Verhandlung über Teile des ACA vor dem Supreme Court eine politische Dimension. Wie und wann die Vakanz am obersten Gerichtshof besetzt wird, könnte das Urteil beeinflussen.

Für Teile des US-Gesundheitsmarktes könnte das relevant sein, doch an den wesentlichen Megatrends, allen voran die Digitalisierung, die auch diesen Sektor zukünftig prägen werden, wird weder der Wahlausgang noch das Urteil etwas ändern.

Über den Autor:
Kai Brüning ist seit 2011 Senior-Portfoliomanager für Gesundheit der Apo Asset Management und Mitglied der Life Science Kommission der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA). Er verantwortet er unter anderem die globalen Gesundheitsfonds Apo Medical Opportunities (ISIN: LU0220663669), Apo Digital Health (DE000A2AQYW4), Apo Medical Balance (DE000A117YJ3) und Apo Emerging Health (LU2038869009).

Mehr zum Thema
US-PräsidentschaftswahlTrumps Kampf um die Wiederwahl verstärkt Verunsicherung an den Märkten Flossbach von Storch Research Institute„Corona? Trump versagt auf ganzer Linie“ US-Politik„Die Präsidentschaftswahl ist das größte Risiko für den Aktienmarkt"