Vermögensverwalter Uwe Eilers Altersvorsorge mit Wertpapieren statt mit Versicherungen

Uwe Eilers ist Geschäftsführer der Frankfurter Vermögen in Königstein/Taunus. | © Frankfurter Vermögen

Uwe Eilers ist Geschäftsführer der Frankfurter Vermögen in Königstein/Taunus. Foto: Frankfurter Vermögen

Zudem wurden Versicherungsvertreter nie müde, jedem Erwachsenen Kapitallebens- und Rentenversicherungsverträge als Basis der Altersvorsorge zu verkaufen. Das wichtigste Verkaufsargument war eine Garantieverzinsung, die meist etwa zwei bis drei Prozent unterhalb der Zinssätze für Bundesanleihen lag. Zudem waren bis zum Vertragsabschluss im Jahre 2004 die Erträge steuerfrei.

Vor allem den Selbstständigen und Firmeninhabern, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen, wurden diese Versicherungen als optimale Altersvorsorge verkauft, teilweise als Rückdeckung für Pensionszusagen.

Seit 2004 hat sich die Geldanlage-Welt allerdings grundlegend gewandelt: Die Steuerfreiheit auf Erträge aus Kapitallebensversicherungen wurde abgeschafft und die Zinsen für deutsche Staatsanleihen sind negativ. Verzinsungsgarantien sind abgeschafft. Stattdessen bangen Altanleger, ob die Versicherer die gegebenen Garantien überhaupt einhalten können. Zweifel sind erlaubt.

Alternative Investments in Sachanlagen

Da Immobilien für Sparpläne wenig geeignet sind, bleiben Aktien als Teil des Produktivkapitals die hervorragende Investmentalternative. Nun werden viele argumentieren, dass Aktien sehr riskant und schwankend sind und deshalb für Altersvorsorge nicht geeignet sind. Schließlich möchte jeder im Alter Sicherheit für seine Rente haben. Das klingt zwar plausibel, ist allerdings keinesfalls so, wenn die Anlagestruktur vernünftig gewählt wird.

Gerade der sogenannte Cost-Average-Effekt kann bei Sparplänen in stark schwankenden Aktienfonds hervorragend ausgenutzt werden und die Rendite nach oben treiben. Wichtig ist dabei nur, dass man eine vernünftige Diversifikation hat und in langfristig steigende Märkte investiert. Die Anlageform in Aktien ist in den USA übrigens schon seit jeher Basis der privaten Altersvorsorge – und das mit durchschnittlichen jährlichen Erträgen von sechs bis neun Prozent jährlich überaus erfolgreich.

Die Umsetzung ist dabei recht einfach. Für jeden Privatanleger und Selbstständigen gilt: Ein Konto und Depot eröffnen, die richtigen Märkte auswählen und entsprechende Sparpläne einrichten. Von Zeit zu Zeit sollte das Depot optimiert werden, je nach Entwicklung der unterschiedlichen Märkte.

Für Gesellschafter, Geschäftsführer oder Vorstände ist es noch wesentlich besser. Schließlich können diese steuerlich gefördert diese Art der Altersvorsorge umsetzen. Dabei wird eine wertpapiergebundene Pensionszusage als Rahmen erstellt und für die Rückdeckung werden Wertpapiere, sei es Aktien, Anleihen oder verschiedene Fonds, eingesetzt. Dabei können sowohl Sparpläne wie gerade beschrieben, als auch sehr hohe Einmalbeträge eingezahlt werden. Die angesparten Beträge werden vor dem Renteneintritt nach und nach schwankungsärmer aufgestellt, damit der dann wichtiger werdenden Sicherheit Rechnung getragen wird.

Fazit: Anlagen in Aktien sind für die Rente jeder Versicherungslösung überlegen, zumal neben der höheren Flexibilität die Kosten erheblich niedriger sind und damit die Renditen erheblich höher sind.

Autor Uwe Eilers ist Geschäftsführer der Frankfurter Vermögen in Königstein/Taunus.