US-Dollar Dieser Index zeigt die besten Anlageregionen der Welt

Stephan Albrech: Der Vorstand der Albrech & Cie Vermögensverwaltung in Köln empfiehlt Anlegern, den US-Dollar im Blick zu behalten. | © Albrech & Cie Vermögensverwaltung AG

Stephan Albrech: Der Vorstand der Albrech & Cie Vermögensverwaltung in Köln empfiehlt Anlegern, den US-Dollar im Blick zu behalten. Foto: Albrech & Cie Vermögensverwaltung AG

USA, Europa oder Asien? Da niemand weiß, welche der Weltregion künftig vorne liegen wird, ist ein Investment in den globalen Aktienmarkt, über ETFs oder aktiv verwaltete Fonds, ein guter Ansatz. Doch ist es auch die ideale Lösung? Es gibt einen wenig beachteten, aber verlässlichen Parameter, der anzeigt, welcher regionale Aktienmarkt bald gut laufen dürfte: Der US-Dollar-Index.

Dieser Index misst die Entwicklung des US-Dollars gegenüber einem Korb von Währungen, wobei der Euro ein Gewicht von knapp 60 Prozent hat. Der folgende Chart zeigt die Entwicklung des Dollar-Index (graue Linie) und die Ratio zweier Indexfonds auf den S&P 500 (SPY) und den Rest der Welt (EFA) in der blauen Linie. Steigt die blaue Linie an, entwickelte sich der US-Markt besser als die Aktienmärkte im Rest der Welt. Fällt die blaue Linie, verhält sich die Sache umgekehrt.

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Von 2002 bis 2008 hatten Europa und andere Regionen die Nase vorn. Seit der Finanzkrise ziehen die USA an den anderen vorbei. Frappierend ist die Parallelität zur grauen Dollar-Index-Linie: Von 2002 bis 2008 fielen die blaue und graue Linien fast identisch.

Als der Dollar im Zenit der Krise Mitte 2008 förmlich explodierte, schob das den amerikanischen Markt viel stärker an als den Rest der Welt. 2014, als der Dollar einen guten Lauf hatte, zogen die US-Aktien bis 2017 viel stärker an als Europa & Co.

Kursgewinne + Währungsgewinne

Die Konsequenz aus dieser Analyse ist: Anleger sollten in den USA investieren, wenn der Dollar-Index Stärke zeigt. In diesem Fall können sie zusätzlich zu den Kursgewinnen auch noch Währungsgewinne verbuchen, weil der Dollar im Verhältnis etwa zum Euro steigt.

Fällt der Dollar-Index jedoch, sind sie mit einem Investment im Rest der Welt besser bedient, wobei die Schwerpunkte zuerst in Europa und danach in Asien liegen sollten.

Betrachtet man die aktuelle Entwicklung des US-Dollar-Index, dann könnte es mit der Dominanz des US-Aktienmarkts in nicht allzu ferner Zeit ein Ende haben.