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Vanguard-Deutschland-Chef Sebastian Külps über den strategischen Einsatz von ETFs.

Vanguard-Deutschland-Chef Grundsätzliches zur Core-Satellite-Strategie mit ETFs

Kombinationen aus Aktiv und Passiv

ETFs sind bei vielen Investoren vor allem als passive Instrumente bekannt. Die meisten bilden die Risiko-Rendite-Merkmale eines bestimmten Markts oder einer Anlageklasse ab. Mit ihnen bekommt man die Marktrendite, das sogenannte Beta. Mit aktiven Strategien wahren Anleger hingegen die Chance auf Mehrrenditen, das Alpha, allerdings um den Preis höherer Risiken und Unwägbarkeiten. Indem sie kosteneffiziente, aktive Fonds mit Index-ETFs kombinieren, können Anleger einen Mittelweg gehen. Dazu eignet sich etwa eine sogenannte Core-Satellite-Strategie mit einem passiven Kernportfolio und aktiven Fonds als Satelliten. Mit dem Kernportfolio können Anleger kosteneffizient und bei kontrolliertem Risiko langfristig die Marktrendite abschöpfen, die aktiven Satelliten-Fonds sorgen gegebenenfalls für Mehrerträge.

Core-Satellite: Zwei Lesarten

Nach herkömmlicher Lesart der Core-Satellite-Methode eignen sich Indexfonds vor allem für bestimmte Segmente wie Unternehmen mit einer hohen Marktkapitalisierung (Large Caps). Aktive Fonds indes sind sinnvoller für ineffiziente Märkte wie Small Caps oder Emerging-Markets-Aktien. Aktive Fondsmanager, so der Grundgedanke, sind in diesen Märkten insgesamt erfolgreicher. Einer alternativen Core-Satellite-Interpretation folgend sind Indexstrategien dagegen geeignete Anlageinstrumente für jeden Markt. Eine undifferenzierte Auswahl aktiver Manager in nur scheinbar ineffizienten Märkten wäre demnach der falsche Weg. Ausschlaggebend für die Aktiv-passiv-Entscheidung sollte aber die Frage sein, ob ein Anleger kosteneffiziente und kompetente Manager findet. Hierin liegt der Schlüssel zum Erfolg einer Core-Satellite-Strategie.

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