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„Anlegerinteresse unzureichend“ Vanguard schließt fünf Fonds

Statue des Vanguard-Gründers John Bogle (Archivbild)
Statue des Vanguard-Gründers John Bogle (Archivbild): Das US-Fondshaus ist auf Indexfond und ETFs spezialisiert. | Foto: imago images / ZUMA Wire

Der auf Index-Investments spezialisierte Fondsanbieter Vanguard will fünf seiner Produkte wieder vom Markt nehmen. Dabei handelt es sich um folgende Fonds:

  • Vanguard Global Minimum Volatility Ucits ETF (ISIN: IE00BYYR0C64)
  • Vanguard Global Liquidity Factor Ucits ETF (IE00BYYR0D71)  
  • Vanguard Global Momentum Factor Ucits ETF (IE00BYYR0935) 
  • Vanguard Global Value Factor Ucits ETF (IE00BYYR0B57) 
  • Vanguard Global Enhanced Equity Fund (IE00B1P1JL82) 

Als Begründung heißt es von dem Fondsanbieter: „Vanguard überprüft regelmäßig sein Produktangebot, um sicherzustellen, dass es den Bedürfnissen und Präferenzen unserer Investoren entspricht. Nach sorgfältiger Bewertung und Abwägung haben wir festgestellt, dass das Anlegerinteresse an diesen Fonds unzureichend ist." Die Fonds hatten zuletzt ein vergleichsweise geringes Volumen. Der Vanguard Global Enhanced Equity verwaltete laut Daten des Analysehauses Morningstar Mitte Januar gerade einmal knapp 6 Millionen US-Dollar, der Global Value Factor immerhin noch 217 Millionen US-Dollar.

Letzter Handelstag für die vier erstgenannten ETFs soll der 23. Februar sein, berichtet die Plattform ETF-Nachrichten.de unter Berufung auf ein Schreiben an die Investoren. Anleger, die ihre Anteile bis dahin nicht eigenständig zurückgegeben haben, erhalten die verbleibenden Vermögenswerte aus den Fonds dann anteilig ausgeschüttet. Die Kosten für die Schließung wolle Vanguard tragen.

Das US-Fondshaus bietet am deutschen Markt rund 60 ETFs an. Weltweit verwaltet Vanguard mehr als 6 Billionen US-Dollar. Der 2019 verstorbene Gründer des Unternehmens, John Bogle, gilt als Pionier im Bereich Index-Investments.