Ab Spätsommer 2026 können Makler Vanguard-ETFs über eine Plattform von Growney auf Provisionsbasis an Privatkunden vermitteln. Die digitale Vermögensverwaltung setzt das Portal für den US-amerikanischen Vermögensverwalter um, wie das Fintech gegenüber DAS INVESTMENT exklusiv mitteilt. Growney übernimmt dabei die Rolle des Vermögensverwalters. Growney und Vanguard haben damit die Infrastruktur, um ab Januar 2027 Altersvorsorgedepots (AVDs) zu verkaufen.
Das ab Januar 2027 eingeführte Altersvorsorgedepot verlangt gesetzlich einen digitalen Vertragsabschluss sowie ein Standardportfolio für alle geförderten Altersvorsorgeprodukte. Berater mit einer 34d-, 34f- oder 34h-Lizenz können die Portfolios nach dem Tippgeber-Modell vertreiben, ohne selbst als Vermögensverwalter aufzutreten. So soll der Vertrieb der ETF-Lösungen rechtssicher möglich sein, auch ohne eigene Erlaubnis zur Finanzportfolioverwaltung.
Kunden der Plattform sind bisher die Finanzberater EFC und Klarwerk, sowie der Softwareanbieter für Finanzberater Sabia. Der Vanguard-Vertrieb soll Makler schulen. Anleger können digital Verträge abschließen, das Risiko ihres Portfolios einschätzen, ETFs auf ESG-Kriterien prüfen, sowie Verträge und Dokumente von Beratungsterminen einsehen.
ETF-Portfolios lassen sich mit Tages- und Festgeld ergänzen
Kunden erhalten anhand weniger Fragen automatisch ein passendes Portfolio aus dem Vanguard-ETF-Universum zugewiesen. Die Portfolios lassen sich zudem mit Tages- und Festgeld kombinieren.
Vanguard existiert seit 1975. Die Portfoliomanager des US-amerikanischen Hauses verwalten ein Vermögen von rund 13 Billionen US-Dollar (rund 11 Billionen Euro).
Growney gehört zum Vermögensverwalter Laiqon
Growney ist ein digitaler Vermögensverwalter. Gerald Klein gründete das Haus 2014 in Deutschland. Größter Gesellschafter von Growney ist seit 2022 der Vermögensverwalter Laiqon mit Sitz in Hamburg, der rund 11,3 Milliarden Euro verwaltet. Growney kooperiert zudem mit Vanguard, Versicherungen und Maklerpools.