Insolventes Altersvorsorge-Fintech Vantik-Kunden können zu Evergreen wechseln

Evergreen macht Kunden des zahlungsunfähigen Fintechs Vantik ein Wechselangebot. Das gab der Robo-Advisor bekannt. Nach den Kunden des insolventen Start-ups der Scholz Neffen, Rubarb, ist es die zweite Übernahme innerhalb kurzer Zeit. Das auf Altersvorsorge spezialisierte Start-up Vantik hatte Anfang Juni einen Insolvenzantrag gestellt. Als Grund nannte Firmenchef Til Klein, dass eine geplante Finanzierungsrunde „völlig überraschend“ geplatzt sei.
Nun können sich die Kunden laut Mitteilung für den Umzug ihrer Depots zu Evergreen entscheiden. Der Prozess werde ähnlich ablaufen wie zuvor bei Rubarb, teilte der Robo-Advisor mit. Auch bei Vantik liegen die Depots den Angaben zufolge bei der Partnerbank DAB BNP Paribas. Nutzer können über den Online-Umzugsservice zu Evergreen wechseln und abschließend den „vollen Funktionsumfang“ der Plattform nutzen. Eine erneute Identifikation sei nicht notwendig.
„Mit Evergreen können die Vantik-Kund:innen auch in Zukunft weiter digital, nachhaltig und flexibel für ihre Altersvorsorge sparen“, sagt Vantik-Gründer Til Klein. Der Umzug sei einfach da die Depots bei der Partnerbank bestehen bleiben. Für die neuen Kunden fallen keine Depotführungs-, Service- oder Transaktionsgebühren an, heißt es von Evergreen. Zusätzlich seien die Fondskosten um etwa die Hälfte geringer. Zum Einsatz kommen die hauseigenen Fonds des Robo-Advisors, die gemäß EU-Offenlegungsverordnung als Artikel-8- oder Artikel-9-Fonds klassifiziert sind.
Nutzer können verschiedene Sparpläne einrichten und flexibel Geld ein- und auszahlen, so Evergreen. „Mit Vantik haben viele Menschen zum ersten Mal investiert und die Insolvenz sorgt natürlich für Verunsicherung“, so Evergreen-Gründer und Geschäftsführer Iven Kurz. Das Vertrauen in die digitale Geldanlage wolle das Leipziger Unternehmen wieder herstellen.