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VCH Expert Natural Resources

VCH Expert Natural Resources

Der Ölpreis steht vor dem Sprung über die 140-Dollar-Marke: Am Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) der Rohölsorte Light Sweet Crude 139,12 US-Dollar. So wertvoll war das schwarze Gold noch nie. Vor vier Jahren betrug der Barrelpreis erst ein Drittel seines heutigen Werts. Wer damals in den neu aufgelegten Rohstoff-Aktienfonds VCH Expert Natural Resources (WKN: A0BL7N) investierte, hat seinen Einsatz heute mehr als verdreifacht. Der Vergleichsindex Morgan Stanley Commodity Related Equity hat sich in dieser Zeit dagegen nur knapp verdoppelt. 

Für seine starke Wertentwicklung in den vergangenen drei Jahren wurde der Fonds in diesem Jahr mit einem Lipper Award ausgezeichnet. Die Rating-Agentur Morningstar gibt dem Fonds derzeit ihre Bestnote (fünf Sterne). Auf Sicht von drei Jahren ist er mit einer Wertsteigerung von 173,4 Prozent der zweitbeste Fonds der Kategorie Aktienfonds Branche Industriematerialien. Während die Durchschnittsrendite aller Fonds der Vergleichsgruppe auf Jahressicht aktuell 3,9 Prozent beträgt, brachte das Produkt der VCH Investment Group Anlegern eine Rendite von 13,3 Prozent. 

Gemanagt wird das internationale Aktienportfolio vom Münchner Vermögensverwalter Wolfgang Mayr. Den inzwischen mehrjährigen Aufwärtstrend an den Rohstoffmärkten erklärt er sich mit dem Mangel an attraktiven Alternativen für Investoren: „Die unruhige Lage an den internationalen Aktien- und Anleihenmärkten löste eine Begeisterung für die Anlageklasse Rohstoffe aus.“ Investments in Edel- aber auch Industriemetalle galten vielen Anlegern beim jüngsten Börsensturm als sicherer Hafen. 

Neben dem Ölpreis profitierten davon auch typische Krisenwährungen wie zum Beispiel Gold und Platin. Mit steigender Stimmung an den Kapitalmärkten, fielen die Notierungen der Edelmetalle aber wieder. „Insbesondere die Preise für Agrarprodukte werden ihren Aufwärtstrend zügig wieder aufnehmen“, erklärt Mayr. Der Ölpreis habe seinen Rekord in realen Preisen aus den Siebziger Jahren bereits eingestellt. Anders bei den Gütern aus dem Agrarsektor, dem laut Mayr billigsten Markt im Rohstoffsektor. 

Mayr: „Zum Teil liegen die Preise für Agrarprodukte bis zu 90 Prozent unter ihren realen Rekordpreisen.“ Aber es gibt für ihn auch fundamentale Gründe dafür, dass mit Ackerbau und Viehzucht langfristig Geld zu verdienen ist. Als Beispiele nennt er die steigende Nachfrage Asiens nach Lebensmitteln, die zusätzliche Nachfrage der Hersteller von Biokraftstoffen sowie die begrenzte landwirtschaftlich nutzbare Fläche, die als Folge des Klimawandels immer kleiner zu werden drohe. 

In Mayrs Portfolio spiegelt sich diese Einschätzung durch eine hohe Gewichtung der Branchen Landwirtschaft, Nahrungsmittel und Holzwirtschaft wider: Mehr als ein Viertel des Fondsvermögens von derzeit rund 267 Millionen Euro ist in Unternehmen aus diesen Wirtschaftsbereichen angelegt. Der größte Einzeltitel in Mayrs Portfolio ist Bumi Resources, ein Betreiber von Kohleminen aus Indonesien (4,5 Prozent). Mehr als die Hälfte des Fonds ist im Sektor Energierohstoffe investiert. 

Portfoliomanager Mayr orientiert sich bei der Titelwahl nicht an einem Vergleichsindex. Stattdessen verwendet er ein quantitativ-systematisches Analysemodell, das ausschließlich das wöchentlich neu ermittelte Kurspotenzial der jeweiligen Werte berechnet. Angestrebt wird ein Portfolio aus 26 möglichst gleich gewichteten Aktien. Im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoff-Fonds ist Mayrs Portfolio sehr breit aufgestellt und investiert in Aktien des gesamten Rohstoff-Universums. 

Der Ausgabeaufschlag beträgt bis zu 5 Prozent. Die jährliche Verwaltungsgebühr liegt bei 1,95 Prozent. Außerdem wird eine 10-prozentige Erfolgsgebühr fällig, wenn der Fondswert einen neuen Rekordstand erreicht.

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