„Betriebliche Vorsorge hat sich im 'war for talents' zu einem wichtigen Benefit entwickelt, mit dem Arbeitgeber positiv auf sich aufmerksam machen können“, beobachtet man bei der Versicherungsmakler-Genossenschaft Vema. „Sei es der Zuschuss zur Betriebsrente über den Pflichtteil hinaus, der Krankenzusatzschutz für die gesamte Belegschaft oder die klassische Gruppenunfallversicherung – der Mitarbeiter profitiert von zusätzlicher Versorgung beziehungsweise Vorsorge.“
Teil 2: Betriebliche Krankenversicherung
Welche Anbieter Deutschlands Vermittler in den Produktgruppen betriebliche Altersvorsorge (bAV), betriebliche Krankenversicherung (bKV) und Gruppenunfall favorisieren, wollte die Vema in ihrer jüngsten Qualitätsumfrage ermitteln. Für diese Studienreihe befragt die Genossenschaft in regelmäßigen Abständen ihre knapp 4.600 mittelständischen Partnerbetriebe mit insgesamt rund 32.000 Personen, wie sie die einzelnen Produktgeber einschätzen. Wir stellen die jeweiligen zehn Top-Versicherer in einer Artikelserie vor. Nach dem Start mit dem Bereich bAV folgt die bKV:
Wichtigste Anbieter im bKV-Geschäft
Zunächst sollten die Vema-Partner auch in diesem Jahr wieder ihre drei wichtigsten bKV-Anbieter im Neugeschäft angeben. Demnach ist die Hallesche der mit 21,4 Prozent der Nennungen der mit Abstand am häufigsten genannte Versicherer. Es folgen die Mitbewerber Allianz (17,2), Barmenia (14,6) und Nürnberger (8,1). Ebenso zu den Top Ten zählen die Versicherer SDK (6,8), Continentale (4,6), Gothaer (4,6), Hanse Merkur (4,2), Axa (4,2) und Arag (2,3). Auf die sonstigen Versicherer verteilen sich die übrigen 12 Prozent.
Qualität der Produkte und Anbieter
Für ein zweites Ranking haben die Makler den Gesellschaften Schulnoten von eins bis sechs gegeben. Die Teilnehmer sollen dabei jeweils sowohl die Qualität der Produkte und Antragsbearbeitung als auch die Policierung der jeweiligen Gesellschaften bewerten. Außerdem werden die Partnerbetriebe nach ihren Erfahrungen im Leistungsfall gefragt. Damit negative Einzelerlebnisse mit Versicherern laut Vema nicht das Ranking dominieren, waren nur die drei meistgenutzten Anbieter in der jeweiligen Sparte zu nennen.
Gewichtung der vertrieblichen Relevanz
„Das Ranking der Versicherer findet ausschließlich nach Gewichtung der vertrieblichen Wichtigkeit statt, damit getroffene Aussagen zu den Qualitätskriterien auch durch eine gewisse Anzahl an Stimmen Aussagekraft erhalten“, erklären die Tester der Genossenschaft aus Heinersreuth im Landkreis Bayreuth. „Es kann in niemandes Interesse sein, wenn beispielsweise eine einzige überaus begeisterte Einzelbewertung einen Versicherer auf den ersten Platz hievt, diese Ansicht aber von keinem weiteren Makler geteilt wird.“
„Die Frage, weshalb nicht die qualitativ besten Tarife auch am häufigsten verkauft werden, lässt sich mit Blick in eine andere Branche sicher sehr anschaulich beantworten“, heißt es von der Genossenschaft weiter. Hierzu geben die Vema-Verantwortlichen ein Beispiel aus der Autobranche: „Die Mercedes S-Klasse ist mit Sicherheit eines der besten Serienautos, die man kaufen kann. Dennoch verkaufen sich deutlich mehr VW Golf. Weil am Ende immer noch der Kunde entscheidet, welcher Schutz ihm ausreicht und was er gewillt ist, zu zahlen.“
