Die Versicherungsmakler-Genossenschaft Vema mit Hauptsitz im oberfränkischen Heinersreuth befragt in regelmäßigen Abständen ihre mehr als 4.400 mittelständischen Partnerbetriebe mit insgesamt rund 28.000 beschäftigten Personen, wie sie einzelne Produktgeber aus unterschiedlichen Sparten einschätzen. Hierzu sollen sie jeweils sowohl die Qualität der Produkte und Antragsbearbeitung als auch die Policierung der jeweiligen Gesellschaften bewerten. Außerdem werden die Partnerbetriebe nach ihren Erfahrungen im Leistungsfall gefragt. Damit negative Einzelerlebnisse mit Versicherern nicht das Ranking dominieren, sind nur die drei meistgenutzten Anbieter in der jeweiligen Sparte zu nennen. 

Umfrage zu Fotovoltaik- und Elektronik-Policen 

In der jüngsten Umfrage ging es einerseits um die am deutschen Markt vertretenen Anbieter von Policen, mit denen Privat- und Firmenkunden ihre Investitionen in Fotovoltaikanlagen finanziell absichern können. „Egal ob Dachanlage auf dem Einfamilienhaus oder Solarpark – durchdachter Versicherungsschutz sichert die Investition und den kalkulierten Ertrag“, schreiben die Studienautoren zu ihrer aktuellen Umfrage. Und weiter zu den andererseits abgefragten Meinungen zu Elektronik-Versicherungen: „Auch wichtig und aus keinem Betrieb, keiner Kanzlei oder Praxis mehr wegzudenken: Elektronik – von Computern, Handys, Tablets bis hin zu hochwertiger Medizintechnik.“ 

Abfrage der drei meistgenutzten Versicherer 

„Das Ranking der Versicherer findet ausschließlich nach Gewichtung der vertrieblichen Wichtigkeit statt, damit getroffene Aussagen zu den Qualitätskriterien auch durch eine gewisse Anzahl an Stimmen Aussagekraft erhalten“, erklären die Vema-Tester. „Es kann in niemands Interesse sein, wenn beispielsweise eine einzige überaus begeisterte Einzelbewertung einen Versicherer auf den ersten Platz hievt, diese Ansicht aber von keinem weiteren Makler geteilt wird.“ 

„Die Frage, weshalb nicht die qualitativ besten Tarife auch am häufigsten verkauft werden, lässt sich mit Blick in eine andere Branche sicher sehr anschaulich beantworten“, heißt es von der Genossenschaft weiter. Und nennt als Beispiel: „Die Mercedes S-Klasse ist mit Sicherheit eines der besten Serienautos, die man kaufen kann. Dennoch verkaufen sich deutlich mehr VW Golf. Weil am Ende immer noch der Kunde entscheidet, welcher Schutz ihm ausreicht und was er gewillt ist, zu zahlen.“ 

Im Ranking der zehn meistgenannten Fotovoltaik-Versicherer hat sich auf den ersten vier Plätzen nichts verändert: Die Anbieter Helvetia, Gothaer, VHV und Württembergische lagen auch in der Vorgängerstudie vom August 2021 vorne. Neu eingestiegen in die Top Ten sind aber die Mitbewerber Waldenburger (Platz 5) und Allianz (10). Die Versicherer Mannheimer (Platz 6) und Oberösterreichische (7) haben sich in den vergangenen zwei jahren um jeweils zwei Ränge verbessert. Sie tauschen damit die Plätze mit R+V und Inter, die jeweils um zwei Ränge auf Platz 8 beziehungsweise 9 abgerutscht sind. 

 

Auch bei den zehn meistgenannten Elektronik-Versicherern hat sich auf den beiden Spitzenplätzen nichts geändert. Auf Platz drei folgt nach den Versicherern Alte Leipziger und Gothaer die Axa – vier Ränge weiter oben als zwei Jahre zuvor. Die beiden nachfolgenden Mitbewerber Baloise und Helvetia auf den Plätzen 4 und 5 haben sich um jeweils einen Rang verschlechtert. Ebenso sind die Mitbewerber AIG und Mannheimer um vier beziehungsweise einen Platz abgerutscht. Die R+V und die Allianz hingegen verbesserten sich um einen beziehungsweise drei Ränge. Und ganz neu dabei ist in diesem Jahr die achtplatzierte VHV.