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Aktualisiert am 18.05.2021 - 11:57 Uhrin Strategien für nachhaltige ErträgeLesedauer: 4 Minuten
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Experte von Aegon AM „Veränderte Korrelationen stellen Multi-Asset-Fondsmanager vor große Herausforderungen“

Börsenhändler der New York Stock Exchange im März 2020
Börsenhändler der New York Stock Exchange im März 2020: Der Corona-bedingte Marktausverkauf machte deutlich, dass Anleger von zusätzlichen Diversifikatoren in ihren Portfolios, wie zum Beispiel Alternative Risk Premia, profitieren können. | Foto: imago images / UPI Photo
Tim Sterk, Aegon AM

Herr Sterk, warum sollten sich Anleger gerade jetzt mit einem Fonds wie dem Aegon Alternative Risk Premia Fund befassen?

Tim Sterk: Die Nachfrage am Markt nach Alternative-Risk-Premia-Strategien im Multi-Asset-Bereich hat uns zu dem Schritt bewogen: Anleger haben es derzeit nicht leicht. Die meisten Asset-Klassen erscheinen mittlerweile sehr teuer. Die Gefahr von schärferen Korrekturen ist nicht von der Hand zu weisen.

Viele Anleger, ebenfalls in Deutschland, machen sich zudem Sorgen im Hinblick auf eine möglicherweise mangelnde Diversifikation in ihrem Portfolio. Multi-Asset-Fonds setzen sich aus zahlreichen Anlageklassen, einschließlich Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Währungen zusammen, um eine breite und damit robuste Diversifikation sicherzustellen. Doch in den vergangenen Jahren hat sich die Korrelation der einzelnen Assetklassen immer weiter erhöht, die traditionellen Trennschärfen zwischen den wichtigsten Bestandteilen von Multi-Asset-Fonds verwischen; die Entwicklung der Aktienmärkte strahlt inzwischen ungefähr zu 75 Prozent auf die anderen Asset-Klassen ab. Diese veränderten – und letztlich unerwünschten – Korrelationen sind für das Management von Multi-Asset-Fonds eine große Herausforderung. Es gibt daher dringenden Bedarf für eine echte, belastbare Diversifikation im Portfolio, die zum einen Renditequellen erschließt und zum anderen Abwärtsrisiken für das investierte Kapital minimiert.

Und das können alternative Risikoprämien-Strategien leisten?

Sterk: Ja, diese speziellen Strategien zur Verringerung von Risiken haben sich seit langem bewährt. Aegon-Portfoliomanager setzen sie seit mehr als einem Jahrzehnt flankierend in ihrer Arbeit ein. Mit dem Aegon Alternative Risk Premia Fund kommen diese Strategien in einem erprobten, hauseigenen Ucits-Fonds gebündelt zum Einsatz.

Lassen Sie mich unsere Herangehensweise näher erläutern: Zunächst einmal haben einzelne alternative Risikoprämien-Strategien eine niedrige Korrelation zu traditionellen Anlageklassen, wie Aktien und Anleihen, da sie anderen Risikoquellen ausgesetzt sind. Dies macht sie weniger abhängig von den allgemeinen Marktbewegungen. Außerdem haben wir die einzelnen Strategien so konstruiert, dass sie jeweils ein begrenztes Drawdown-Risiko aufweisen. Werden diese beiden Komponenten kombiniert, entsteht ein Fonds, der Anlegern große Diversifikationsvorteile gegenüber traditionellen Anlageklassen bietet.

Könnten Sie ein konkretes Beispiel für einen Bestandteil dieses alternativen strategischen Ansatzes nennen?

Sterk: Weithin bekannt ist die Currency-Carry-Strategie, sie ist eine der beliebtesten Forex-Trading-Strategien. Bei dieser Anlagestrategie nehmen Anleger einen Kredit in einer Währung auf, in der das Zinsniveau niedrig ist. Dieses Geld wird anschließend in Zinspapiere, zum Beispiel Anleihen, einer anderen Währung mit einem höheren Zinsniveau angelegt. Die Rendite bei einem Currency-Carry-Trade wird aber nicht nur aus der Zinsdifferenz (Carry), sondern auch durch die Wechselkursentwicklung erzielt. Unsere Aufgabe als Fondsmanager besteht darin, Währungen zu finden, die gute Renditen durch Carry-Trades zulassen.

Die beschriebene Strategie ist eine von vielen möglichen Ansätzen. Worauf konzentrieren Sie sich innerhalb der alternativen Risikoprämien-Strategie von Aegon AM?

Sterk: Aus der Vielzahl von alternativen Risikoprämien-Ansätzen am Markt haben wir vier einfache, bewährte und transparente Strategien ausgewählt: Wie gezeigt Carry, aber auch die Strategien Value, Momentum und Volatility. Wir nehmen nur einzelne ARP-Strategien auf, die eine solide theoretische Grundlage haben, warum sie existieren und am Markt bestehen. Darüber hinaus wurden die enthaltenen Strategien alle vollständig empirisch getestet und haben gezeigt, dass sie systematisch funktionieren. Drittens haben wir uns auf eine einfache, kostengünstige und transparente Umsetzung der einzelnen Strategien konzentriert. Um schließlich sicherzustellen, dass alle Strategien in ausgewogener Weise zum Gesamtrisiko des Portfolios beitragen, verwenden wir einen Risiko-Paritäts-Ansatz, um zu bestimmen, wie die Allokation über die einzelnen Strategien innerhalb des Fonds am besten erfolgen soll.

Welche Ergebnisse können Kapitalanleger erwarten?

Sterk: Der Fonds wird so verwaltet, dass ein durchschnittliches Volatilitätsniveau von 3 bis 4 Prozent pro Jahr angestrebt wird. Bei diesem Volatilitätsniveau erwarten wir eine jährliche Rendite von 300 Basispunkten über Euribor zu erzielen. Zwei jüngste Perioden von Marktturbulenzen – das vierte Quartal 2018 und der Corona-bedingte Marktausverkauf im März 2020 – haben unter Beweis gestellt, dass die Einbindung von alternativen Risikoprämien-Strategien eine geeignete Alternative für Kapitalanleger sein kann, die unter allen Marktbedingungen stabile Renditen erzielen wollen. Zum Vergleich: Die Korrelation des Fonds zu globalen Aktien beträgt niedrige 8 Prozent, zu globalen Anleihen sind es 9 Prozent. Die mithilfe von Backtests ermittelte Rendite des Fonds liegt seit Auflage des Fonds Anfang Januar 2008 bei jährlich 3,9 Prozent, bei einer niedrigen Volatilität von 2,7 Prozent. Eine ausgeprägte Drawdown-Phase an den Märkten schlägt auf unseren Fonds laut Backtest-Ergebnis nur mit 3,7 Prozent maximaler Volatilität durch.

Letzte Frage: Warum ist Aegon AM für Anleger die richtige Wahl?

Sterk: Aegon Alternative Risk Premia Fund ist ein transparenter, liquider alternativer Fonds mit einem Volumen von 172 Millionen Euro. Der Fonds baut auf den bewährten Fähigkeiten von Aegon Asset Management in der Asset-Allokation und der Erzielung alternativer Risikoprämien auf. Wir nutzen die Fähigkeiten eines 32-köpfigen globalen Multi-Asset- und Solutions-Teams, das derzeit 48 Milliarden Euro über eine Reihe verschiedener Risiko-Rendite-Strategien verwaltet. Somit ist gewährleistet: Die uns anvertrauten Gelder betreuen wir jederzeit mit einer über viele Jahre gewachsenen Expertise, einfachen und nachvollziehbaren Strategien und einem sehr ansehnlichen Track-Record.