LinkedIn DAS INVESTMENT
Suche

Themen-Experte Werte schaffen mit aktivem 360°-Ansatz

ANZEIGE
ANZEIGE

Verantwortungsbewusstes Investieren Win-win für Investoren und die Gesellschaft

Elektrisch betriebene Gabelstapler auf einer Baufachmesse
Elektrisch betriebene Gabelstapler auf einer Baufachmesse: Unternehmen können Gewinne für Investoren erzielen und zugleich gesellschaftliche Werte schaffen. | Foto: Imago Images / Christine Roth

In seinem Buch „Grow the Pie“, was auf Deutsch so viel bedeutet wie „Wie sich ein größerer Kuchen backen und verteilen lässt“ beschreibt Alex Edmans, Wirtschaftsprofessor in London, wie der von einem Unternehmen geschaffene Wert sowohl Investoren als auch der Gesellschaft zugutekommen kann. Er sagt, die Menschen gingen oft davon aus, dass verantwortungsbewusste Unternehmen ihre Gewinne, den „Kuchen“, so aufteilen, dass sie notgedrungen etwas für die Gesellschaft tun, was dann allerdings zulasten der Erträge gehe. Alex Edmans zeigt, dass es keine Entweder-Oder-Entscheidung gibt – Unternehmen erzielen sowohl Gewinn als auch sozialen Wert. Die erfolgreichsten Unternehmen zielen dabei nicht direkt auf Gewinn ab, sondern werden von einem Zweck angetrieben – dem Wunsch, einem gesellschaftlichen Bedürfnis zu dienen und zur Verbesserung des Lebens der Menschen beizutragen.

Edmans geht davon aus, dass die Einbindung von ESG-Faktoren dazu beitragen kann, den verfügbaren „Kuchen“ zu vergrößern und langfristige Werte zu schaffen. Er sieht die Möglichkeit einer Win-win-Situation, bei der Unternehmen wie auch Gesellschaft profitieren, weil sowohl finanzielle als auch soziale Ziele erreicht werden können. Beispielsweise ist Edmans der Überzeugung, dass Nachhaltigkeit nicht immer enorme Investitionen erfordert. Vielmehr könnten Unternehmen innovativ denken und bestehende Ressourcen umnutzen. Dann ginge es um das bestmögliche Ergebnis und nicht um den größten Einsatz von Kapital und Ressourcen.   

Wie lassen sich Probleme bei der ESG-Berichterstattung ausräumen?

Die integrierte Berichterstattung beruht auf der Erkenntnis, dass man sowohl finanzielle als auch nicht finanzielle Kennzahlen betrachten muss, um den Wert eines Unternehmens zu erfassen. Durch die Diskussionen über das Thema Nachhaltigkeit sind ESG-Kennzahlen und Versuche in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt, relevante Faktoren in einen gemeinsamen und vergleichbaren Berichtsrahmen aufzunehmen.

 

Doch bei der Vergleichbarkeit gibt es zwei Probleme: Erstens können viele Nachhaltigkeitsaspekte nicht exakt quantifiziert werden. Zweitens fallen die für einzelne Unternehmen besonders relevanten Kennzahlen meist sehr unterschiedlich aus. Das erste Problem könnte nach Ansicht von Edmans dazu führen, dass die Unternehmen zwar ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen, aber das eigentliche Ziel von echter Nachhaltigkeit verfehlen. Zur Lösung des zweiten Problems schlägt er vor, dass Unternehmen ihre individuellen Kompetenzen und Ressourcen nutzen sollten, um jene sozialen Herausforderungen anzugehen, zu deren Lösung sie sich am besten einbringen können.

ESG ist sowohl extrem wichtig als auch etwas ganz Normales 

In seinem aktuellen Artikel „The End of ESG“ beschreibt Edmans, warum ESG extrem wichtig und maßgeblich für den langfristigen Wert, aber zugleich auch etwas Normales ist: Managementqualität und Unternehmenskultur schaffen seit jeher langfristige Werte und stiften gesellschaftlichen Nutzen. Edmans warnt: Aus seiner Sicht könnte die Überregulierung von ESG dazu führen, dass Unternehmen sich darauf konzentrieren, die entsprechenden Anforderungen zu erfüllen, statt darauf, was wirklich wichtig ist. Er hält ESG für eine Möglichkeit, langfristige Werte zu schaffen – aber jedes gut geführte und rentable Unternehmen sollte genau das tun.

Das Gespräch von Vishal Hindocha mit Alex Edmans hören Sie hier.

 

Weder MFS noch eine der Tochtergesellschaften von MFS ist mit Alex Edmans verbunden.

Die hier dargestellten Meinungen sind die des Autors/der Autoren und können sich jederzeit ändern.

MFS kann neben traditionellen Finanzkennzahlen auch ökologische, soziale und governancebezogene Faktoren (ESG-Faktoren) in seine fundamentale Investmentanalyse einbinden, wenn MFS der Ansicht ist, dass sie den wirtschaftlichen Wert eines Emittenten maßgeblich beeinflussen können. In welchem Maße ESG-Faktoren berücksichtigt werden und ob sie Einfluss auf die Erträge haben, hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem von der Investmentstrategie, den Assetklassen, Allokation nach Regionen und Ländern sowie von den Einschätzungen und Analysen des Investmentexperten eines bestimmten ESG-Themas. Die Investmententscheidungen werden nie ausschließlich von ESG-Faktoren bestimmt. MFS kann wichtige ESG-Faktoren bei seinem Engagement bei Emittenten berücksichtigen, aber dieses Engagement hat nicht automatisch eine Veränderung des Umgangs eines Emittenten mit ESG-Themen zur Folge.

Die hier dargestellten Meinungen sind die von MFS und können sich jederzeit ändern. Sie dienen ausschließlich Informationszwecken und dürfen nicht als Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf eines Wertpapiers oder als Anlageberatung verstanden werden. Prognosen sind keine Garantien. 

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

Danke für Ihre Bewertung
Leser bewerteten diesen Artikel durchschnittlich mit 0 Sternen
PDF nur für Sie. Weitergabe? Fragen Sie uns.
Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.