"Verbesserungen im Research geben Anlass zur Hoffnung" Morningstar über den DJE - Dividende & Substanz

Jan Ehrhardt, Manager des DJE - Dividende & Substanz

Jan Ehrhardt, Manager des DJE - Dividende & Substanz

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Für Jan Ehrhardt, Manager des DJE-Fonds Dividende & Substanz spielt die Einzeltitelauswahl eine große Rolle. Denn wie der Fondsname schon sagt, sucht der Manager nach günstig bewerteten Aktien mit attraktiven Dividenden. Auch der Investitionsgrad des Fonds wird über die Top-Down-Analyse gesteuert.

Wäre die Datenbank schon vor 2014 da, hätte Ehrhardt mehr US-Aktien

Und in diesem Bereich verzeichnet der Sohn von Jens Ehrhardt seit dem vergangenen Jahr deutliche Fortschritte, meint  Natalia Wolfstetter vom Analysehaus Morningstar. Denn seit 2014 greift der Manager bei der Bewertungsanalyse auf eine umfangreiche Datenbank zurück. Diese sammelt fundamentale, monetäre und technische Daten, aktualisiert sie täglich und kann sie bei Bedarf zu Länder- und Sektorüberblicken verdichten. Das erleichtert die Arbeit des Fondsmanagers enorm.

So setzte Ehrhardt in den vergangenen Jahren auf Papiere aus Europa und Asien. In Asien zählte er dabei Aktien aus China und Hongkong - seit 2013 auch aus Japan - zu seinen Favoriten. Wäre die neue Datenbank schon damals verfügbar gewesen, wäre der US-Aktienanteil wesentlich höher gewesen, vermutet Wolfstetter. „Das hätte die Schwäche des Fonds in den letzten fünf Jahren möglicherweise begrenzt, aber vermutlich nicht verhindert, zumal auch die Aktienauswahl gegenüber dem Index und Vergleichsfonds insgesamt einen negativen Beitrag lieferte“, erklärt die Analystin.

Erfolgsgebühren angesichts jüngster Misserfolge fragwürdig

„Verbesserungen im Research geben Anlass zur Hoffnung, müssen sich aber erst längerfristig bewähren“, so Wolfstetter weiter. Zumal die Investmentgesellschaft den Anlegern in Sachen Verwaltungsgebühren nicht gerade entgegenkomme. Denn bei der erfolgsabhängigen Vergütung, der sogenannten Performance-Fee, orientiert sich das Management seit Juli 2014 nicht mehr am MSCI World, sondern an einer Hurdle-Rate von 6 Prozent.  „Diese Definition von ‚Erfolg‘ erscheint angesichts der mittelfristigen Underperformance fragwürdig“, kommentiert die Analystin.