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Verbraucherzentralen „Provisionsverbot in Mifid II aufnehmen!“

Dorothea Mohn ist Leiterin des Teams Finanzen beim Verbraucherzentrale Bundesverband. © vzbv - Gert Baumbach
Dorothea Mohn ist Leiterin des Teams Finanzen beim Verbraucherzentrale Bundesverband. © vzbv - Gert Baumbach
„Um Missstände im Finanzvertrieb zu beheben“, sei das lange geforderte Provisionsverbot jetzt einzuführen, fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV). Die provisionsabhängige Beratung sei nämlich nicht nur teuer, sondern erzeuge vor allem schlechte Finanzempfehlungen, argumentiert Dorothea Mohn, Leiterin des zuständigen vzbv-Teams.

Denn die Provisionen machten den Verkauf ganz bestimmter Produkte für die Vermittler besonders lukrativ, so der Vorwurf. Außerdem gäben sie Anreize, zu häufige Umschichtungen im Portfolio zu empfehlen. Langfristige Lösung des Problems wäre dem VZBV zufolge ein Provisionsverbot nach Vorbild Großbritanniens und der Niederlande.

„Übergangsweise ist eine Stärkung der unabhängigen Honoraranlageberatung wichtig“, so Mohn weiter. „Allerdings leidet das Modell der Honorarberatung in Deutschland unter einer völlig unbefriedigenden Regulierung.“ Der aktuelle Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums könne dazu genutzt werden, diese Schwächen zu beseitigen. 
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