Hauptgebäude von Union Investment in Frankfurt: Ein Mitarbeiter ist beurlaubt. | © Union Investment Foto: Union Investment

Verdacht auf Insiderhandel

Union Investment beurlaubt Mitarbeiter

Die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken, Union Investment, hat einen Mitarbeiter beurlaubt („freigestellt“). Ihm wird vorgeworfen, in privaten Depots außerhalb des Unternehmens über Monate verbotene Insidergeschäfte abgewickelt zu haben. Dabei habe er sich „in erheblichem Maße unrechtmäßig bereichert“, teilte das Unternehmen mit. Wörtlich heißt es:

Dies wäre nicht nur ein Verstoß gegen eindeutige rechtliche Regelungen, sondern auch gegen Werte wie Verantwortungsbewusstsein, Respekt und Seriosität, für die Union Investment seit vielen Jahren steht.

Als Insiderinformation gelten noch nicht veröffentlichte Interna aus oder Informationen über Unternehmen, die den Aktienkurs beeinflussen können. Sie für Aktiengeschäfte zu nutzen, ist verboten.

Weiter heißt es in der Mitteilung, dass Union Investment der Staatsanwaltschaft bereits Unterlagen und Daten übergeben hat. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, sei der Mitarbeiter mit „erheblicher krimineller Energie vorgegangen“. Er hätte dann berufliche Kenntnisse genutzt, um sich persönlich zu bereichern. Allerdings seien nach aktuellem Stand der Dinge weder Kunden noch die Fonds geschädigt worden.

Etwas konkreter wird „Spiegel Online“. Dort ist die Rede von einem Top-Fondsmanager. Er habe unter Deutschlands Profi-Anlegern als Fan des inzwischen insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard gegolten. Ob er aber auch privat mit der Aktie gehandelt habe, sei noch nicht klar.

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