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Aktualisiert am 22.11.2023 - 14:29 Uhrin Recht & SteuernLesedauer: 5 Minuten
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Der Praxisfall
Depotguthaben oder Rente aus Fondspolice? Steuern für Erben im Vergleich
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Der Praxisfall Depotguthaben oder Rente aus Fondspolice? Steuern für Erben im Vergleich

Der Fall 

Albert Treese (65) weiß als ehemaliger Chefarzt für Innere Medizin, wie Menschen bis ins hohe Alter gesund bleiben können. Aber sein Wissen um Erbkrankheiten in seinem Stammbaum lässt ihn über seine Zukunft grübeln. Als verwitweter Vater einer einzigen Tochter, Patrizia (40), ist die gesetzliche Erbfolge zwar unzweifelhaft. Jedoch fragt er sich mit Eintritt in das Rentnerleben, wie er den Anteil des Fiskus an seinem Erbe möglichst gering halten kann. Da er in einer Mietwohnung in der Altstadt von Darmstadt lebt, geht es bei ihm zwar nicht um die typischen Steuerfragen beim Vererben von Haus und Grund. Aber der Top-Verdiener legte regelmäßig Geld zurück das er in renditestarke Aktienfonds investierte. Heute verfügt er über ein Wertpapierdepot im Wert von knapp einer Million Euro. 

Der Vorschlag

Georg Gerhardt, EFC Financial
Planning Center Rheinhessen

Mit Blick auf die demografische Entwicklung wird schnell klar, dass die Generation der Erben wächst. Noch nie gab es so viele vermögende Seniorinnen und Senioren, die ihre Gelder übertragen werden. Doch hierbei gibt es einiges zu beachten. Neben den rein rechtlichen Fragen sind auch Finanzberater beziehungsweise Ruhestandsplaner gefordert, um bei der cleveren Übertragung des Vermögens zu helfen: Bestimmte Produkte ermöglichen es, eine Erbschaft steuerlich zu optimieren. Mit ihnen können unsere Kunden ihr Vermögen bereits zu Lebzeiten vermehren und für die spätere Übertragung ordnen, ohne dass der Staat überbordend stark miterbt. So greift die Erbschaftsteuer schneller, als man denkt. Das gilt insbesondere, wenn der Verwandtschaftsgrad nicht allzu hoch ist und zum Beispiel Immobilien vorhanden sind. 

Vererben einer Rentenleistung

Auch unser Musterkunde Albert Treese überschreitet locker den Freibetrag bei der Erbschaftsteuer, der für eigene Kinder bei 400.000 Euro liegt. Doch mithilfe eines Versicherungsmantels kann er die Steuerlast seiner Tochter eindämmen. Der zukünftige Erblasser investiert den Verkaufswert seines Wertpapierdepots daher als Einmalbeitrag in eine fondsgebundene Police. Sie bietet ihm weiterhin Chancen auf einen satten Vermögenszuwachs durch Aktien-Investments. Bei Vertragsabschluss bestimmt er einerseits Patrizia als Begünstigte im Todesfall. Andererseits legt er fest, dass ihr das Kapital nicht als einmalige Summe, sondern als lebenslange Rente vererbt wird. Dies hat den Vorteil, dass der steuerlich relevante Betrag deutlich sinkt.  

 

Beispielrechnung für den Erbfall

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Am besten lässt sich dies mit einem Rechenbeispiel veranschaulichen: Wenn der Vater nach 20 Jahren verstirbt, hat sich seine Anlagesumme von einer Million Euro bei einer Wertentwicklung von 6 Prozent jährlich auf rund 3 Millionen Euro erhöht. Dieses Guthaben fließt aber nicht auf einen Schlag an seine Tochter, sondern als laufende Rente mit rund 73.000 Euro jährlich. Weil es sich also um eine wiederkehrende Leistung handelt, muss nicht das Guthaben der Fondspolice versteuert werden, sondern nur die jährliche Rente. Sie wird mit dem sogenannten Vervielfältiger multipliziert. Dadurch verringert sich die Steuerlast für die Tochter um etwa 376.000 Euro.  

Grafik: DAS INVESTMENT 

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Freibetrag schnell aufgebraucht

Und da ein Erbe immer auch die Steuerschuld des Erblassers erbt, müsste die Tochter auch die Wertentwicklung zu Lebzeiten des Vaters versteuern. Dies wären nochmals 500.000 Euro beim Verkauf der Fondsanteile. Die Vererbung einer Fondspolicen-Rente bringt der Tochter eine immense Steuerersparnis von ungefähr 876.000 Euro. Vor allem bei vermögenden Kunden ist dieses Konzept interessant. Denn insbesondere wenn Immobilien vererbt werden, ist der Freibetrag bei der Erbschaftsteuer schnell aufgebraucht.  

 

Helvetia-Fondspolice erste Wahl

Als konkretes Produkt empfehle ich dem Musterkunden den Whole-Life-Tarif Clevesto Select der deutschen Direktion der Helvetia. Das Guthaben kann hier in 20 von rund 300 individuell wählbaren Fonds investiert werden. Der Versicherer mit schweizerischen Wurzeln hat jahrzehntelange Erfahrung und bietet Vermittlern eine rechtlich tadellose Vertriebsunterstützung und Beratungsdokumentation. So können Kunde und Berater sicher sein, ein rechtssicheres Produkt abzuschließen. Wir haben noch weitere Anbieter im Portfolio, aber für Vermögensübertragungen ist Helvetia unsere erste Wahl.

Über den Autor:

Georg Gerhardt ist Partner beim EFC Financial Planning Center Rheinhessen mit Hauptsitz in Mannheim. Zu dessen Mandanten zählen neben Privatpersonen im gehobenen Segment auch Unternehmen.

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