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Verkaufspreise auf Talfahrt Offene Immobilienfonds erzeugen Schnäppchen

Zunächst sah es für die Abwicklung offener Immobilienfonds gut aus: 2012 erzielten sie mit dem Verkauf ihrer Objekte im Durchschnitt 7 Prozent Gewinn. Doch 2013 ging es so nicht weiter: Sie mussten die Objekte 13 Prozent unter dem Buchwert – Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen – verkaufen. In den Benelux-Staaten und Südeuropa waren es sogar 20 Prozent. Diese Talfahrt wird sich laut einer Studie des Immobiliendienstleisters DTZ weiter fortsetzen. Demnach dürften die Verkaufspreise auch 2014 unter den Buchwerten liegen. Dies könnten Investoren jedoch nutzen – vor allem in Deutschland, Benelux und Südeuropa. Aktuell machen eingefrorene und in Abwicklung befindliche Fonds 17 Milliarden Euro aus. Diese sollen spätestens bis 2017 den Besitzer wechseln. Doch noch ist keine Eile geboten: Bis 2016 müssen es zunächst nur etwa 4 Milliarden Euro sein. Der Schwerpunkt des Bestandes liegt dabei in Deutschland (32 Prozent), gefolgt von Benelux (19 Prozent) und Südeuropa (15 Prozent). Hier stehen laut DTZ umfangreiche Verkäufe an. „Wir rechnen auch für 2014 bei den Fonds, deren Kündigungsfrist im Verlauf des Jahres ausläuft, mit hohen Abschlägen im Bereich von 10 bis 30 Prozent“, so Hans Vrensen, weltweiter Chef des Research von DTZ. „Die angestrebten Verkäufe dürften hochattraktive Chancen für opportunistische Fonds bieten, die sich für Immobilienprodukte außerhalb von Core in ganz Europa interessieren.“
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