Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt am 18. Februar 2020 Foto: imago images / sepp spiegl

Im schwierigen Jahr 2020

Vermögensverwaltende Fonds schlagen sich wacker

Man konnte im Jahr 2020 oft falsch liegen: Zunächst das Jahr zu offensiv beginnen, dann im Corona-Crash zu vorsichtig werden, die folgende Rally verpassen und, und, und ... Angesichts dieser Stolpersteine ist das, was das Analysehaus MMD Analyse & Advisory da vermeldet, gar nicht so übel. Laut einer aktuellen Auswertung lieferten 70 Prozent aller vermögensverwaltenden Fonds (VV-Fonds) mit einem Volumen über 10 Millionen Euro im Jahr 2020 einen Gewinn ab.

Und das bei unterdurchschnittlichen zwischenzeitlichen Verlusten, gemessen an der Risikokennzahl „Maximum Drawdown“, also dem Maximalverlust. Lediglich 3 der 200 betrachteten offensiven und 5 der 220 flexiblen VV-Fonds stürzten im März tiefer ab als der Aktienindex MSCI World (minus 33,7 Prozent).

Die defensiven VV-Fonds beendeten das Jahr mit einem Plus von 0,5 Prozent. Der durchschnittliche maximale Verlust liegt bei 11,5 Prozent. Die zehn bestplatzierten Fonds in der Gruppe zeigt die folgende Tabelle.

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In jeder Hinsicht etwas darüber liegen die ausgewogenen Fonds. Sie lieferten im Schnitt 1,4 Prozent ab und erlitten zwischenzeitlich einen Maximalverlust von 15,2 Prozent. Am stärksten schnitt dabei ein eher exotischer Fonds ab, und zwar einer der wenigen Mischfonds für Schwellenländer, der Carmignac Portfolio Emerging Patrimoine (ISIN: LU0592698954). Alles weitere in der Tabelle.

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