Martin Stötzel, Rhein AM:

„Wie viele andere Assets hat auch Gold in den letzten 20 Jahren von der Ausweitung der Notenbankbilanzen und der steigenden Verschuldung weltweit profitiert. Dabei verlief die Preisentwicklung jedoch deutlich weniger volatil, als die vieler Aktienindizes.

Anleger sollten jedoch beachten, dass die Zinssensibilität des Goldes die Funktion als Krisenabsicherung zeitweise außer Kraft setzen kann. Sollten die Finanzmärkte also in eine neue Ära steigender Zinsen eingetreten sein, dürfte der Goldpreis durchaus unter Druck kommen. So wie etwa zwischen Juli 2012 und Oktober 2013, als die langfristigen US-Zinsen rund 1 Prozent anstiegen und der Goldpreis um rund 20 Prozent korrigierte.

Anleger mit langfristigem Horizont sollten aus Gründen der Diversifikation eine strategische Goldposition, die je nach Risikoeinstellung zwischen 5 und 10 Prozent gewichtet werden kann, in ihr Depot aufnehmen.“