Fünf Vermögensverwalter schätzen ein Gold – was sich Anleger aktuell von dem Edelmetall versprechen dürfen
Leopold Zellwecker, Steinbeis & Häcker:
„Als Gold-Investor im Euroraum kann man trotz hoher Inflation und stark gestiegener Rohstoffpreise mit einer Year-to-date-Entwicklung von knapp 8 Prozent auch absolut betrachtet zufrieden sein. Immerhin hat man in diesen schweren Zeiten die Kaufkraft nach Inflation mehr als erhalten können.
Anders sieht es hier bei einem US-Gold-Investor aus. Dieser liegt mit einer Wertsteigerung von knapp 1 Prozent deutlich unter den Inflationsraten. Er erleidet somit deutliche Kaufkrafteinbußen. Stellt man allerdings die Goldpreisentwicklung ins Verhältnis zu sämtlichen namhaften Börsenindizes, so war ein Gold-Investment in jedem Fall die deutlich bessere Wahl. Betrachtet man etwa den Technologie-Index Nasdaq 100 oder den deutschen Leitindex Dax, so mussten Investoren hier Verluste von circa 30 Prozent beziehungsweise circa 12 Prozent verkraften.
Aktuell bedeuten die Zinserhöhungen der amerikanischen Notenbank und die straffere Geldpolitik Gegenwind für Gold. Anleiherenditen von 3 Prozent bei 10-jährigen US-Staatsanleihen bieten Investoren temporär eine Alternative zu Gold und Aktienmärkten.“

