Themen
TopThemen
Fonds
Fondsanalyse
Mediathek
Märkte
Finanzberatung
Versicherungen
Boulevard
Experten
Denker der Wirtschaft
Krypto
Services
Academy Newsletter Veranstaltungskalender Finanz-Charts Globale Märkte Krypto-Kurse (in Echtzeit) Währungen (in Echtzeit)
Gold in sogenannten Combibarren: Das Edelmetall gilt vielen Anlegern als Krisenschutz. | © ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG Foto: ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG

Edelmetall-Spezialist Manuel Peiffer

Goldnachfrage hoch – hält das Angebot Schritt?

Manuel Peiffer
Foto: GVS Financial Solutions

Aufgrund der Corona-Krise und der damit verbundene Gelddruckorgie der weltweiten Notenbanken zog die Nachfrage nach physischem Gold in den letzten Wochen an. Sowohl Privatanleger als auch professionelle Investoren steuern vermehrt den sicheren Hafen Gold an und wollen ihre Kaufkraft sichern bzw. vor den gigantischen Schuldenbergen weltweit und deren Konsequenzen retten. Dabei ist zu beobachten, dass immer mehr Goldkäufer dem Papiergold, welches nur aus einem Lieferversprechen besteht, den Rücken kehren und physisch kaufen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob das Angebot der hohen Nachfrage nach physischem Gold überhaupt gerecht wird.

Goldnachfrage weiterhin hoch

Die Goldnachfrage bleibt weiterhin konstant hoch. Zum Jahresende 2019 kam es in Deutschland zu einem wahren Kaufrausch bei den Edelmetallhändlern. Dies war unter anderen auf die Tatsache zurückzuführen, dass bis Ende 2019 anonyme Goldkäufe noch bis 10.000 Euro pro Person möglich waren. Seit 2020 ist diese Grenze in Deutschland auf 2.000 Euro gesenkt worden. Als dann die Notenbanken weltweit im Zuge der Corona-Krise die Druckerpresse anwarfen und Billionen neuer Dollars, Euros oder Yen druckten, kam es zu einer zweiten Kaufwelle seitens der Goldinvestoren.

Die globale Goldnachfrage lässt sich in drei Kategorien aufgliedern. Mit etwa der Hälfte des Volumens kommt der größte Teil der Nachfrage aus der Schmuckindustrie, an zweiter Stelle steht die Nachfrage der Investoren (30 Prozent), welche das Edelmetall als Spekulationsobjekt oder Wertanlage benutzen. Dann folgen die Zentralbanken mit etwa 15 Prozent und an letzter Stelle folgt die Industrie, welche Gold aufgrund seiner Materialeigenschaften in technischen Anwendungen nutzt.

Aus den aktuellen Daten des World Gold Council geht hervor, dass die weltweite Goldnachfrage im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1.083,8 Tonnen geklettert ist. Dieser Anstieg ist besonders bemerkenswert, da sowohl die Nachfrage nach Schmuck als auch in der Industrie aufgrund der Corona-Krise deutlich einbrach. Also waren vermehrt Investoren auf der Käuferseite.

Mehr zum Thema
Edelmetall-Experte Christian Brenner
„Beim Goldpreis sehen wir Parallelen zur Krise 2008“
Royalty-Aktien
Gold-Turbo mit eingebautem Fallschirm
Bert Flossbach
Die Corona-Krise wird zum Qualitätstest
nach oben