Vermögensverwalter Mark-Uwe Falkenhain Nachhaltiges Investieren erfordert Rebalancing

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Darüber hinaus überprüfen die Nachhaltigkeits-Analysten die Unternehmen daraufhin, ob sie gegen definierte Ausschlusskriterien verstoßen. Zu diesen gehören beispielsweise Atomenergie, Biozide, Chlorchemie, grüne Gentechnik und Rüstung, aber auch bestimmte Standards für die Umwelt oder die Arbeits- und Menschenrechte. Durch diesen ersten Auswahlprozess reduziert sich das Anlageuniversum von 6.000 auf 400 Titel.

In einem zweiten Schritt identifiziert ISS ESG die Unternehmen, die substanzielle Beiträge zur Bewältigung der globalen Herausforderungen leisten, und sich dadurch auch geschäftliche Chancen eröffnen. Außerdem berät ein unabhängiger Beirat die Börse Hannover und ISS ESG, die den Index 2007 kreiert und lanciert haben, bei der Definition der Positiv- und der Ausschlusskriterien sowie bei der Identifikation von geeigneten Titeln.

Am Ende das Auswahlprozesses verbleiben 50 Unternehmen. Dazu zählen sowohl weltweit tätige Konzerne als auch kleine und mittelgroße Unternehmen. Die einzelnen Gewichtungen orientieren sich an der jeweiligen Marktkapitalisierung. Dabei gilt eine Obergrenze von zehn Prozent. Regional fokussiert der Index Unternehmen aus Europa und den G7-Staaten, also Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Japan, Kanada und die USA. Jeweils Ende März und Ende September wird die Zusammensetzung des Index überprüft. Das war also vor ein paar Wochen wieder einmal der Fall. Und es gab viel Bewegung mit jeweils sechs Auf- und sechs Absteigern.

Die neuen Indexmitglieder

Den Aufstieg in den GCX schafften dieses Mal der luxemburgische Abfall-Dienstleister Befesa, der Spezialist für erneuerbare Energien EDP Renováveis aus Spanien, der schwedische Verwalter von Gewerbeimmobilien Fabege und der Immobilien-Konzern Gecina aus Frankreich. Außerdem gelang dem Gesundheits-Spezialisten Smith & Nephew sowie dem Wasser-Ver- und Entsorger United Utility Group der Sprung in den GCX. Beide stammen aus Großbritannien.

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