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Roboter aus einem italienischen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz: KI ist auch für Anleger ein dankbares Thema, findet Vermögensverwalter Martin Stötzel. | © Getty Images

Vermögensverwalter Martin Stötzel

An Künstlicher Intelligenz kommen Anleger nicht vorbei

Künstliche Intelligenz könnte bis 2035 das Wirtschaftswachstum verdoppeln. Das ist für Anleger eine große Chance, wie die Performance vieler Aktien und Fonds bereits zeigt.

Künstliche Intelligenz (KI – englisch: Artificial Intelligence, AI) ist der Oberbegriff für Maschinen, die intelligent denken, lernen und handeln. Deren Entwicklung nimmt in einem unglaublichen Tempo zu. Dass große Technologieunternehmen wie Google, Baidu oder Amazon es ernst meinen mit KI, zeigt eine Analyse des Beratungsunternehmens McKinsey. Demnach haben die Firmen im vergangenen Jahr zwischen 20 und 30 Milliarden US-Dollar in KI investiert. Wie McKinsey vorrechnet, wurde mit 90 Prozent der Löwenanteil in die Forschung gesteckt und etwa jeder zehnte Dollar für Akquisitionen ausgegeben. Manche Forscher glauben laut Allianz Global Investors, dass künstliche Intelligenz bis 2035 das Wirtschaftswachstum verdoppeln könnte.

Martin Stötzel
Foto: Rhein AM

Daher ist künstliche Intelligenz als Anlage für strategisch denkende Investoren ein Muss. Sie können sich gezielt mit Unternehmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz befassen, in solche Werte investieren und von dem hohen Potenzial profitieren. Das gilt umso mehr, als dass künstliche Intelligenz in zahlreichen verschiedenen Formen auftritt, von Industrie 4.0 und Robotik über Machine Learning und dem autonomen Fahren bis hin zu Affective Computing und Natural Language Processing. Besonders verbreitet sind hierzulande bisher insbesondere Process Robotics und regelbasierte Systeme, die in jeweils 67 Prozent der für die Deloitte-Studie befragten Unternehmen genutzt werden.

Ein gutes Beispiel für eine entwicklungsstarke Aktie im KI-Segment ist Zebra Technologies, ist ein US-amerikanischer Anbieter von Geräten und Software zur Datenerfassung und -verarbeitung. Der im Nasdaq Composite Index gelistete Wert hat in den vergangenen drei Jahren eine Performance von mehr als 200 Prozent hingelegt. Intuitive Surgical wiederum stellt roboterassistierte Chirurgiesysteme für die Durchführung von minimalinvasiver Chirurgie unter dem Markennamen „Da Vinci" her und hat innerhalb von drei Jahren rund 135 Prozent an Wert gewonnen.

Themenfonds eignen sich beispielsweise dafür, sich bestimmten Einzelbereichen der künstlichen Intelligenz zu nähern, aber auch den Markt komplett abzubilden. Viele KI-Konzepte der Unternehmen sind sehr speziell und lassen sich kaum von einem Anleger so durchdringen, dass er eine Investmententscheidung treffen kann. Sich auf einen Fondsmanager zu verlassen, kann also durchaus Sinn ergeben, wenn die Ergebnisse des aktiven Managements und die Kosten langfristig in einem gesunden Verhältnis stehen.

Der Allianz Global Artificial Intelligence (ISIN: LU1548499471) zum Beispiel soll Anlegern einen Zugang zu sämtlichen Bereichen des KI-Segments ermöglichen und investiert unter anderem in IT, Telekommunikation, Finanzen, Gesundheitswesen, Industrie und Immobilien. Das Ergebnis auf 36-Monats-Sicht: knapp 31 Prozent. Der Pictet-Robotics (ISIN: LU1279334210) hat seit Auflage 2015 fast 75 Prozent gewonnen und legt vorrangig in eigenkapitalbezogenen Wertpapieren von Unternehmen an, die zur Wertschöpfungskette in der Robotik und unterstützenden Technologien beitragen und/oder davon profitieren.


Der Autor:
Martin Stötzel ist Managing Partner beim Vermögensverwalter Rhein Asset Management in Düsseldorf.

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