Vermögensverwalter rät 3 Gründe für Anlagen in Chinas Sport

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  1. Athleisure- und Outdoorkleidung als Statussymbol

Chinas junge und konsumwillige Gesellschaft sucht nach Möglichkeiten, den jahrelang auch modisch gelebten Sozialismus abzustreifen. Bedingt durch den Sporttrend steigt das Interesse an Sportbekleidung. Internationale Marken wie Adidas und Nike, aber auch heimische Größen wie Anta und Toread sind im Kleidungsalltag der Gesellschaft angekommen. Athleisure ist in China Trend. Nike vermeldete im letzten Quartal ein Umsatzwachstum von 9,5 Prozent auf 1,08 Milliarden Dollar. Adidas steigerte den Umsatz in China 2016 um 22 Prozent auf circa drei Milliarden Dollar.

  1. Unterstützung der Regierung

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die Unterstützung durch die chinesische Regierung. Chinas Präsident Xi Jinping ist ein ausgewiesener Fußballfan und will sein Land bei den kommenden Weltmeisterschaften nicht mehr nur als Außenseiter anfeuern. Darum sollen bis 2020 gut 70.000 neue Fußballfelder entstehen. Kooperationen mit internationalen Verbänden und Vereinen werden massiv vorangetrieben. So spielt die chinesische U20-Nationalmannschaft ab der kommenden Saison in der deutschen Regionalliga Südwest mit. Bis 2025 will Chinas Präsident die Ausgaben für die Sportindustrie auf 850 Milliarden Dollar ausweiten. Mit dem nationalen Fitnessplan, der bis 2020 vollständig umgesetzt sein soll, will die chinesische Regierung Industrie, Staat und Gesellschaft durch Sport weiterentwickeln.

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