Vermögensverwalter rät zu Gold und Silber „Angesichts der US-Staatsschulden wieder an Edelmetalle denken"

Edelmetallbarren und -münzen. Rainer Beckmann, Geschäftsführer der Düsseldorfer Vermögensverwaltung Ficon Börsebius Invest, räumt Silber-Investoren derzeit gute Chancen ein. | © Degussa

Edelmetallbarren und -münzen. Rainer Beckmann, Geschäftsführer der Düsseldorfer Vermögensverwaltung Ficon Börsebius Invest, räumt Silber-Investoren derzeit gute Chancen ein. Foto: Degussa

Rainer Beckmann

US-Präsident Donald Trump steigert das Defizit im Staatshaushalt weiter. Neben einer drastischen Steuersenkungswelle werden auf der anderen Seite die Ausgaben erhöht. Schon heute hat sich der Schuldenberg der USA auf unglaubliche 21 Billionen Dollar aufgetürmt. Bis 2022 wird das Staatsdefizit von derzeit 4,6 Prozent auf dann 5,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen.

Allein für den laufenden Haushalt schätzt das CBO (Congressional Budget Office) das Haushaltsloch auf einen Betrag von fast 1 Billion US-Dollar. Zur Überschuldung des Staates auch ein ansteigender Schuldenberg der amerikanischen Privatpersonen auf das Land zu, der immer stärker an die Immobilienblase 2007 erinnert. Auch hier ist größte Vorsicht geboten.

Die sich zuspitzende Lage kommt gerade rechtzeitig, um wieder einmal auf Edelmetalle hinzuweisen. Der Goldpreis hat sich seit Mitte August von circa 1.173 US-Dollar je Feinunze um über 100 Dollar erholt, braucht aber auch noch einen weiteren Anstieg, um den starken Widerstand bei circa 1.370 Dollar zu überwinden. Gründe für ein Durchstoßen dieser Marke gibt es neben dem amerikanischen Schuldenberg reichlich.

Bei Silber preiswerter Einstieg möglich

Ebenso, oder noch mehr, möchte ich auf das Silber aufmerksam machen. Hierbei ist die inzwischen historisch hohe Gold-Silber-Ratio von größter Wichtigkeit. Sie liegt derzeit bei unglaublichen 84 Punkten, das heißt, ich bekomme für eine Unze Gold 84 Unzen Silber. Die weiteren prozentualen Gewinnchancen für Silber sind dabei wesentlich höher einzuschätzen.

Man sollte nicht vergessen, dass Silber zu einem starken Prozentsatz verbraucht wird und die derzeit bekannten Lagerstätten noch für etwa 20 Jahre abgebaut werden können. Daher dürften die bisherigen Höchstmarken von 50 Dollar pro Unze auch wieder erreicht beziehungsweise überschritten werden. Mit rund 15,4 US-Dollar lässt sich derzeit preiswert einsteigen.

Für eine Anlage in Silber wird beim Kauf von Münzen oder Barren allerdings die Mehrwertsteuer fällig. Für eine Depotanlage bietet sich alternativ ein währungsgesichertes ETC von der Deutsche Bank mit einem Gegenwert von 10 Unzen Silber an (WKN: A1EK0J).