Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse Foto: imago images / Marcel Lorenz

Umfrage von Universal-Investment

Finanzprofis rechnen mit gutem Börsenjahr 2021

Wie wird das Börsenjahr 2021? Wie sollten sich Anleger aufstellen? Das hat Universal-Investment 60 unabhängige Vermögensverwalter aus Deutschland gefragt. Die Empfehlung der Finanzprofis: Investoren sollten auch im kommenden Jahr divers investiert zu bleiben und einen hohen Aktienanteil im Depot halten, um von Kursgewinnen an den Börsen zu profitieren.

Das optimale Portfolio besteht nach Meinung der Experten zu 40,7 Prozent aus Aktien der Industrieländer, ergänzt durch Schwellenländer-Titel (15,7 Prozent). Renten seien zwar für eine gute Diversifikation weiterhin wichtig, sollten jedoch mit 16,6 Prozent nur noch einen kleineren Anteil des Depots bilden. Im vergangenen Jahr empfahlen die Finanzprofis noch einen Anleihe-Anteil von knapp 22 Prozent, 2018 waren es 26 Prozent.

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Zudem sollten Anleger laut Umfrage Immobilien (8,9 Prozent) und Gold (8,6 Prozent) halten. Ergänzt werden könne das noch durch alternative Investments wie Hedgefonds oder Private Equity (5,2 Prozent). Immerhin 28 Prozent der Befragten empfehlen ihren Anlegern außerdem in Krypto-Währungen wie Bitcoin oder Ethereum zu investieren. Für die meisten Vermögensverwalter ist dies aber keine Option.

Anders als im Vorjahr legen die Vermögensverwalter mit Blick auf die Regionen den Fokus weniger stark auf Deutschland (14,3 Prozent) und Europa (20,1 Prozent). Während der US-Anteil unverändert bleibt (29,6 Prozent), ist der Anteil Chinas (12,1 Prozent), Japans (7,1 Prozent) und der Schwellenländer (11,7 Prozent) am weltweit gestreuten Portfolio gestiegen.

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Insgesamt geben sich die Vermögensverwalter für 2021 optimistisch. Weitere wirtschaftliche Rückschläge durch die Corona-Pandemie hält der Großteil der Befragten zwar für realistisch, an einen signifikanten Einfluss auf die Kapitalmärkte glauben drei Viertel aller Umfrageteilnehmer aber nicht. Für den deutschen Leitindex prognostizieren die Finanzprofis – basierend auf dem Schlusskurs vom 8. Dezember – ein Wachstum von 7,5 Prozent bis Ende des kommenden Jahres (14.418 Punkte).

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