Vermögensverwalter Stephan Albrech „Diese Aktienhausse steht erst am Anfang“
Um Dinge vernünftig einzuordnen, braucht es einen korrekten Bezugsrahmen. In unserem Fall heißt die Frage daher: Wie definieren wir Bullenmärkte bei Aktien? Die Börsengeschichte klärt die Angelegenheit unmissverständlich: Die letzte große Hausse, so steht es in den Annalen, dauerte von 1982 bis 1999, und jene davor von 1946 bis 1966 – also 18 bzw. 21 Jahre. In beiden Fällen startet der Bullenmarkt somit dann, als die Kurse über das höchste Kursniveau der vergangenen Jahre gestiegen waren.
Letzte Hausse startete 1982, nicht 1975!
Eine Hausse beginnt also beim Ausbruch über das bisher höchste Kursniveau und sie endet am höchsten Punkt, der im Zuge dieses jahrelangen Anstiegs erreicht wird. Es ist daher logisch, dass die Startpunkte dieser beiden Jahrhundert-Haussen nicht mit den Jahren 1933 und 1975, den jeweiligen vorherigen Tiefpunkten, angesetzt werden, sondern mit den Jahren 1982 und 1946. Doch bei der aktuellen Hausse ziehen unzählige Kommentatoren den falschen Schluss, wenn sie den Tiefpunkt im Jahr 2009 zum Startjahr der aktuellen Hausse deklarieren. Warum sie das nicht hinterfragen? Das bleibt ihr Geheimnis.