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Gemüsehändler in Peking: Mischfonds kombinieren Anlageklassen. | © Getty Images

Vermögensverwalter Thomas Hünicke Darauf sollten Anleger bei Mischfonds achten

Das Vermögen der in Deutschland zugelassenen Mischfonds lag am 31. März 2019 bei rund 285,5 Milliarden Euro. Damit hat die Fondsart einen Anteil von 47 Prozent an allen Investitionen in Deutschland  so viel wie nirgendwo in Europa.

Thomas Hünicke, WBS Hünicke Vermögensverwaltung.
Foto: WBS Hünicke

Der Vorteil für viele Anleger: Mischfonds vereinen Aktien, Anleihen, Geldmarkttitel, Rohstoffe, Edelmetalle und Immobilien und begrenzen so Kursverluste. Vergangenes Jahr schnitten viele Mischfonds besser als der Dax und der Eurostoxx ab. Wenn die Kurse steigen, gehören Mischfonds jedoch nicht immer zu den Siegern. Die Renditen liegen im Schnitt bei 3 bis 5 Prozent jährlich.

Mischfonds sind keine Selbstläufer. Viele Fonds sind vergleichsweise teuer. Die laufenden Kosten liegen oft bei mehr als 1,5 Prozent pro Jahr, die Performance laut einer Morningstar-Studie in den vergangenen drei beziehungsweise fünf Jahren nur zwischen 0,01 und 0,75 Prozent pro Jahr. Wer in Mischfonds investieren will, sollte sich einige Fragen stellen: Wann hat es große Kurseinbrüche an den Märkten gegeben und wie haben Manager von Mischfonds darauf reagiert? Investieren sie eher in defensive oder riskante Aktien? Warum verkaufen sie Aktien?

Um diese Fragen zu beantworten, müssen Anleger die Strategien von Fondsmanagern kennen. Das zahlt sich aus, wenn sich die Bedingungen an den Finanzmärkten ändern. Auch die Geschichte eines Mischfonds spielt eine Rolle. Die Frage ist, ob Fondsmanager dauerhaft Gewinne über einen langen Zeitraum Gewinne erzielen. Das ist ein guter Indikator für die Zukunft.

Doch auch neue Mischfonds sind interessant. So hat die Investment-Gesellschaft Deka den „Frankfurter Sparkasse Multi Invest Flexibel“ neu aufgelegt. In den vergangenen Monaten hat der Fonds rund 5 Prozent zugelegt. Das Fondsmanagement investiert je nach Marktlage weltweit in Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Währungen und Rohstoffderivate. 25 Prozent des Portfolios sind immer mit Aktien besetzt.

Apropos Mindestaktienquote: Seit das Investmentsteuerreformgesetz am 1. Januar 2018 in Kraft trat müssen Mischfonds zu 25 Prozent aus Aktien bestehen, damit Anleger eine 15-prozentige Steuerfreistellung der Erträge erhalten. Um kein Kapital zu verlieren, sollten Anleger diesen Aspekt im Blick behalten.

Thomas Hünicke ist geschäftsführender Gesellschafter der WBS Hünicke Vermögensverwaltung in Düsseldorf.

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