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Symbolbild von Bitcoins. | © Imago Images / McPHOTO Foto: Imago Images / McPHOTO

Vermögensverwalter über Corona-Krise

Bitcoins stehen vor neuem Hype

In der Pandemie beschäftigen sich Investoren mit ganz neuen Themen. Manch eines wird dabei an den Rand gedrängt und vergessen, auch wenn es noch vor Kurzem die Schlagzeilen bestimmte. Nachhaltigkeit ist eines davon, noch härter trifft es Kryptowährungen. Dabei haben sie sich bisher nicht ganz schlecht geschlagen in der Krise.

Allerdings konnten sie ihrer Rolle als sicherer Hafen, die ihnen zugeschrieben wurde, nicht gerecht werden. Schon bevor die Aktienmärkte einbrachen, fielen Kryptos massiv. Der Bitcoin etwa begann seinen Abstieg Anfang Februar bei rund 10.000 US-Dollar je Bitcoin und fiel dann auf rund 5.500 US-Dollar. Mittlerweile notiert er um die 7.000 US-Dollar.

Die frühe Reaktion mag damit zusammenhängen, dass ein guter Teil der Umsätze mit Kryptowährungen in Asien stattfindet und dort die Verbreitung auch wesentlich größer ist. Da Asien früher von der Pandemie betroffen war, reagierten auch die Anleger früher. Aber durchaus anders als erwartet. Schließlich wurde gerade dem Bitcoin als größter Kryptowährung zugetraut, eine Rolle ähnlich wie Gold als sicherer Hafen zu übernehmen.

Während Gold auch entsprechend reagierte und mittlerweile ein Allzeithoch erreicht hat, fehlt es ganz offensichtlich noch am entsprechenden Vertrauen in die Kryptos. Dabei sind die Voraussetzungen durchaus ähnlich: beide sind tragen keine Zinsen, beide werden als Ersatzwährung gehandelt, beide sind theoretisch überall gleich und weltweit verfügbar.

Bitcoins haben keine Geschichte

Doch während Gold die Rolle als sicherer Krisenwährung seit Jahrtausenden ausfüllt, verfügt der Bitcoin nicht über eine wirkliche Historie. Das mag auch dazu beigetragen haben, dass er sich nicht von den Verlusten aller anderen Anlageklassen hat abkoppeln können.

Die Frage ist: wie geht es weiter? Facebook überarbeitet seine geplante Kryptowährung Libra, weil die Notenbanken weltweit Druck gemacht haben. Andere Finanzhäuser arbeiten mehr oder weniger im Verborgenen mit Kryptowährungen oder an Lösungen damit. Aber anders als in den Tagen des Wohlergehens vor der Pandemie, ist die Stimmung weltweit gedrückt. Bestehende Unternehmen wollen erst das Kerngeschäft in Sicherheit wissen, bevor sie neue Felder erschließen.

Junge Unternehmen kommen schwer an Finanzierungen. Und doch könnte dann gerade die Corona-Krise mit all ihren Folgen dafür sorgen, dass Kryptowährungen einen Schub bekommen. Denn Bargeld wird immer schneller verschwinden, neue Formen der Bezahlung werden akzeptiert.

Vor allem aber zeigt sich, dass Kryptowährungen die Krise als dezentral aufgestellte Zahlungsmittel problemlos überstehen während noch immer nicht sicher ist, wie sich Dollar, Euro, Yen und Yuan schlagen werden. Und ob aus der horrenden Verschuldung nicht irgendwann ein echtes Währungsproblem resultiert. Dann schlüge die Stunde der Kryptos – aber der Zeitpunkt ist noch etwas hin.

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