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Goldschmuck auf einem Basar im Oman. | © Imago Images / Martin Bäuml Fotodesign Foto: Imago Images / Martin Bäuml Fotodesign

Vermögensverwalter über Edelmetalle

Gold und Silber stabilisieren Depots

Anfang 2020, vor Ausbruch der Corona-Krise, hatte der Goldpreis gerade die Marke von 1.700 US-Dollar erreicht, ein neues Fünf-Jahres-Hoch. Doch dem dramatischen Einbruch an den Aktienmärkten im Zuge der weltweiten Zuspitzung konnte auch er sich nicht entziehen.

Der Goldpreis fiel im März um 15 Prozent auf 1.470 US-Dollar und machte seinem Ruf als Krisenwährung zumindest kurzfristig wenig Ehre. Die Verluste gehen wohl größtenteils auf das Konto von unter Druck geratenen Investoren. Das Grundschema ist immer wieder ähnlich: Wertpapiere werden in der Breite abgestoßen, um Verluste zu decken und Cash-Bestände aufzubauen. An den Terminbörsen lösen die Kursverluste Margin-Calls aus und Wertpapierkredite plötzlich nicht mehr ausreichend besichert.

Zur Deckung der Verbindlichkeiten stoßen professionelle Investoren dann ihre verbliebenen Gewinnpositionen ab, davon bleiben auch langfristig aussichtsreiche Investitionen nicht verschont. Zusätzlich beschleunigen Stopp-Kurse und trendfolgende elektronische Handelssysteme die Talfahrt noch.

Der Rückgang beim Goldpreis fiel jedoch vergleichsweise glimpflich aus. Nach dem kurzen Einbruch steigt der Kurs des gelben Edelmetalls nun wieder und erreichte im April sogar neue Höchstkurse bei 1.720 US-Dollar. Aktienindizes haben sich dagegen von ihren Tiefpunkten zwar wieder erholt, sind aber von Höchstkursen noch weit entfernt. Die weltweite Ausweitung der Geldmenge hat durch die von Notenbanken und Regierungen aufgesetzten Rettungsprogramme ein neues Ausmaß angenommen und treibt den Kurs des gelben Edelmetalls weiter in die Höhe.

Die Bilanzsumme der US-Notenbank Fed hat allein im April 2020 um fast 50 Prozent zugenommen. Notenbanken können zwar die Menge an Papiergeld unbegrenzt ausweiten, die weltweite Goldproduktion hingegen nicht. Das macht Gold als Wertaufbewahrungsmittel unschlagbar. Da ein Ende der expansiven Geldpolitik nicht absehbar ist, dürften die Goldpreise langfristig weiter nach oben gehen.

Silber profitiert von Angebotsrückgang

Auch Silber ist als Wertaufbewahrungsmittel geschätzt und wegen seiner kleineren Stückelung vor allem beliebt bei Privatinvestoren. Da die Industrienachfrage mehr als die Hälfte der Gesamtnachfrage nach Silber ausmacht (bei Gold sind es gerade einmal 10 bis 15 Prozent), war der Silberpreis stärker vom Kursrückgang betroffen.

Auch weist Silber traditionell eine höhere Schwankungsbreite auf als Gold. Der Preis fiel um 35 Prozent von knapp 19 auf 12,60 US-Dollar. Darauf folgte eine steile Erholung auf knapp 15 US-Dollar. Von neuen Höchstkursen ist der Silberpreis im Gegensatz zu seinem großen Bruder allerdings noch weit entfernt. Der Anstieg hat aber noch mehr Potenzial, denn Silber könnte kurzfristig knapp werden.

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